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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Kaiser Chiefs machen jetzt auf Pop

05.10.2016

Düsseldorf Nach über zehn Jahren im Business unterhalten und rocken die Kaiser Chiefs noch immer. Das haben die Herren im jüngsten Festival-Sommer etwa beim Lollapalooza in Berlin oder beim Sziget in Budapest bewiesen. Auch mit ihrem am Freitag erscheinenden sechsten Album dürften sie wieder feierfreudige Fans gewinnen. Auf „Stay Together“ gibt zwar keine Hymnen zum Mitgröhlen wie „Ruby“ oder „Oh My God“. Dafür aber Power-Pop zum Mitsingen.

Eigentlich sah es eine Zeit lang so aus, als würden die Kaiser Chiefs ihre Band beerdigen. Nach dem sie zusammen mit anderen britischen Indie-Bands wie Bloc Party, Franz Ferdinand oder Maximo Park in den Nullerjahren die Konzerthallen und Tanzflächen füllten und jede Menge Preise abräumten, stieg 2012 Mitbegründer und Haupt-Songschreiber Nick Hodgson aus.

Dann landete das fünfte Album „Education, Education, Educatiopn & War“ auf dem Thron der britischen Charts. „Plötzlich dachten wir, wow, wir sind ja doch nicht nur Totlast! Wir haben das Steuer noch einmal herumgerissen“, berichtet Sänger Ricky Wilson im Pressetext zum neuen Album.

Tatsächlich nehmen die Kaiser Chiefs damit neue Fahrt auf. Auf „Stay Together“ verabschieden sich die Briten mehr und mehr von ihrem ehemals typischen Garagen-Sound. Zwar waren die fünf „lads from Leeds“ schon früher nie verlegen, sich aus der Pop-Kiste zu bedienen. Bei den elf neuen Songs schöpfen sie nun aber aus dem Vollen.

Das sei eine absehbare Entwicklung gewesen, meinen Kritiker. Immerhin saß Frontmann Wilson in drei Staffeln neben Pop-Größen wie Will.I.Am (Black Eyed Peas), Kylie Minogue oder Veteran Tom Jones in der Jury der britischen Version der Casting-Show „The Voice“.

Auch das Engagement von Brian Higgins dürfte zum poppigeren und elektronischeren Klang beigetragen haben. Der Produzent steckt hinter Hits von Cher bis Gabriella Cilmi („Nothing Sweet About Me“). Higgins wollte die Musik der Kaiser Chiefs tanzbarer machen, heißt es. Für „Stay Together“ holte er Songschreiber dazu, die schon mit Boygroups wie One Direction gearbeitet haben.

Dabei sind vor allem eingängige Popsongs herausgekommen, wie die erste Single „Parachute“. Der Gute-Laune-Song hat bei Fans in den sozialen Netzwerk schon zu Vergleichen mit Take That geführt.

Auf alle Fälle klingen die fünf Herren, die inzwischen alle näher der 40 als der 30 sind, weniger wütend und deutlich versöhnlicher als auf älteren Platten. Das ist schon bei den Texten zu hören. Die Lieder über Langzeitliebe sind inhaltlich das komplette Gegenteil von früheren Hits. Statt „Everyday I love you less and less“ geht es nun darum, das „Hole in my Soul“ zu füllen.

Anhänger der ersten Stunden können sich aber trösten: Ganz fehlt der Gitarrenschrammel-Charme früherer Tage nicht, wie etwa bei „Sunday Morning“ zu hören ist.

Passend zur Albumveröffentlichung kommen die Kaiser Chiefs für eine Tour auch nach Deutschland. Bei Auftritten in Hamburg, Köln, Wiesbaden und München können die Fans dann je nach Geschmack bei altem oder neuem Liedgut mitgröhlen oder -singen. Zum Tanzen dürfte die Musik allemal taugen.

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