Edewecht - Diesen Sonntag ist es wieder soweit, die ev.- luth. Kirchengemeinde Edewecht lädt ein zum Nikolai-Markt rund um das Haus der offenen Tür in Edewecht. Um 11 Uhr beginnt das Programm: In der St. Nikolai-Kirche wird ein Gottesdienst veranstaltet.
Im Anschluss daran empfiehlt sich ein hungriger Magen – denn im und um das Haus der offenen Tür herum werden Kekse des Rates der Evangelischen Jugend, Bratwurst von den Alterskameraden der Freiwilligen Feuerwehr, Pommes, indischer Curry und Kuchen angeboten.
Karaoke-Singen
Bei diesem Gemeindefest wird neben Bewährtem wie dem Karaoke-Singen, den Steinmetzarbeiten, dem Bücherflohmarkt und der Dienstleistungstombola aber auch Neues bereitgehalten. Dazu gehört ein Auftritt des Duos „Streifzüge” – mit Volker Austein und Barbara Kothe-Lobmeyer–, eine Pflanzentombola, Holz-Punzierarbeiten, Lieder eines eigens gegründeten Kinderchores der evangelischen Kindergärten sowie hausgemachte Likörspezialitäten. Die Veranstaltung endet gegen 17 Uhr. Mit dem Erlös des Nikolaimarktes wird – wie immer – das Witwenprojekt in der Tiljala Road in Kalkutta unterstützt. Warum, werden die Organisatorinnen immer wieder gefragt, geht das Geld nach Indien?
Der Hintergrund ist folgender: Die Edewechter Pfarrerstochter Christiane Reinke verbrachte 1982 im Rahmen einer wissenschaftlichen Arbeit vier Monate in Kalkutta. Dabei dabei lernte sie die menschenunwürdigen Lebensbedingungen in den Slums am eigenen Leib kennen. Dort hatte sie Kontakt zum Sozialarbeiter Mohammed Alamgir kennen, der versuchte, in den Slums Hilfsprojekte aufzubauen.
Dauerspender
Alamgir sorgte dafür, dass sich ein Netzwerk von Dauerspendern bildete. Nach ihrer Rückkehr aus Indien begann Christiane Reinke mit Unterstützung ihrer Schwester Anne und anderen Mitgliedern der Kirchengemeinde Geld zu sammeln für die mittel- und wohnungslosen Witwen im Slumviertel Tiljala. So wurde die Kirchengemeinde seit 1982 zu einer zuverlässigen Dauerspenderin, heißt es in einer Mitteilung der Kirchengemeinde.
