Jeverland - Die US-amerikanischen Schauspieler Leonardo DiCaprio und Jennifer Aniston, die Moderatorin und Ex von Dieter Bohlen Verona Pooth, die Schauspieler Simone Thomalla und Matthias Schweighöfer, die Band Kiss und viele andere Prominente aus dem In- und Ausland sowie weniger prominente Menschen badeten in den vergangenen Tagen in Eiswasser.

Der Grund ist die Teilnahme an der so genannten „Ice Bucket Challenge“ (Eiskübel-Herausforderung), bei der es darum geht, sich für einen guten Zweck mit einem Kübel Eiswasser zu übergießen. Wer das Wasser nicht scheut, der spendet mindestens 10 Dollar, wer kneift muss 100 Dollar spenden. Die Spenden sollen für die Erforschung der unheilbaren Nervenkrankheit ALS verwendet werden.

Jetzt hat die „Ice Bucket Challenge“ auch das Jeverland erreicht: Ausrufer Charly Sanders übergoss sich an einer der jeverschen Graften mit Brackwasser und Bürgervereinsvorsitzender Hanspeter Waculik nahm in einer Regentonne Platz. Auch Wangerooge macht mit: Die allgemeine Vertreterin des Bürgermeisters Beate Grimm ging mit Unterstützung der Volkstanzgruppe baden.

Auch der Shanty-Chor De Wangeroogers machte sich nass: Nominiert wurden die Mitglieder des Chors von einer ehemaligen Schwimmbadmitarbeiterin. Sie nahmen die Herausforderung an, sangen am Inselstrand „Wo die Nordseewellen trecken an den Strand“ und gingen anschließend in der kalten Nordsee baden. Zum Einsatz kam natürlich auch der „Ice Bucket“ – wobei Eiswürfel durch Eis am Stiel ersetzt wurde. Ihrerseits nominierte der Shantychor die Vocal Waves, die Wangoo Diptams und die SchippRatz. Zudem spendeten De Wangeroogers zusätzlich 100 Euro für die ALS-Forschung.

Und auch die Mitglieder des Spielmannszugs Jever versammelten sich am Dienstagabend am jeverschen Kiebitzbrunnen.

Dort hatten sich die Spielleute zunächst aufgestellt und eines ihrer Stücke vorgetragen, dann wurden die blauen Regenjacken angezogen, eigentlich für schlechtes Wetter gedacht, und nach einer kurzen Ansprache des Vorsitzenden des Spielmannszugs Dieter Cassens schritten die Spielleute zur Tat.

Jevers Ausrufer Charly Sanders hatte von den Spielmannsleuten gefordert, dass sie sich entweder binnen 48 Stunden mit Eiswasser übergießen oder pro Mitglied zwei Euro an das Friedel-Orth-Hospiz in Jever spenden sollen. „Es war meine Idee zu spenden, bei der bisherigen Cold Water Challenge ging es meistens um einen Grillabend oder eine Kiste Bier, das Spenden finde ich hingegen sehr viel sinnvoller“, betont Sanders.

Die Spielleute wählten das Eiswasser: „Nach der Nominierung durch Charly Sanders stand für uns schnell fest, dass wir die Herausforderung annehmen werden“, sagte Cassens. Auf das Kommando „Wasser marsch“ ließen sie sich mit kaltem Wasser übergießen. Im Anschluss daran wurden die Regenjacken ausgezogen und die Spielleute gaben ein weiteres Stück aus ihrem umfangreichen Repertoire zum Besten.

An das Friedel-Orth-Hospiz wollen die Spielleute aber trotz der gewonnenen Herausforderung spenden, sagte Dieter Cassens. Sie nominieren ihrerseits den „Jever-Mann a.D.“ Günter Schmöckel aus Hooksiel. Schmöckel hat jetzt 48 Stunden Zeit die Herausforderung zu erfüllen, wenn er kneift, soll er ebenfalls für das Hospiz in Jever spenden.