KAMPERFEHN - Der Kreisverband Cloppenburg der Arbeiterwohlfahrt wird in den kommenden vier Jahren von Brigitte Fodimann geleitet. Auf der nur alle vier Jahr stattfindenden Kreiskonferenz im „Us Fehnhus“ in Kamperfehn erhielt die in Bösel wohnende Fodimann einen eindeuteigen Vertrauensbeweis der Versammlung.

Die dem Ortsverein Kamperfehn angehörende neue Vorsitzende löste ihre Vereinskollegin Gisela Buss von diesem Posten ab. Bus hatte im Jahr 2005 als Stellvertreterin nach dem überraschenden Rücktritt der damaligen Vorsitzenden Doris Kunze dieses Amt übernommen. Nun rückte Buss in die zweite Reihe. Als zweite Stellvertreterin wurde Else Wenzel vom Ortsverein Edewechterdamm gewählt. Neue Schriftführerin des AWo-Kreisverbandes ist Ulrike Wilke aus Kamperfehn. Im Beirat sind vertreten: Hans Hülper, Kamperfehn, Anna Sobing und Willi Dänekamp, beide Barßel und Günter Lipka, Friesoythe.

„Wie viele Vereine und Verbände hat es auch die AWo schwer, neue Mitglieder zu werben und für eine ehrenamtliche Arbeit zu begeistern. Trotz intensiver Bemühungen ist es uns nicht gelungen, weitere Menschen für unsere Arbeit zu begeistern“, hielt die neue Vorsitzende Brigitte Fodimann in ihrem Jahresbericht fest. Positiv dagegen habe sich die Finanzlage des Kreisverbandes verändert. So konnten verschiedene Anschaffungen für das Büro in Sedelsberg angeschafft werden.

Ein Erfolg war auch die zusammen mit der Diakonie Caritas angebotene Ausstellung „Asche, Knete, rote Zahlen“. Diese Ausstellung war für Jugendlichen ausgerichtet, um den besseren Umgang mit Geld vertraut zu machen.

Zum Kreisverband Cloppenburg gehören derzeit neun Ortsvereine. „Den größten Teil unserer Arbeit nimmt die Schuldnerberatung in Anspruch“, berichtete Geschäftsstellenleiterin Brigitte Sibum. Weitere Beratung erfolgt auf dem Gebiet der Kuren und allgemeine Sozialberatung.

„Der Mitgliederrückgang ist nicht nur beim Kreisverband festzustellen, sondern auch auf Weser-Ems-Ebene“, stellte Sibum fest. Die Menschen seien nicht mehre bereit, sich der guten Sache anzuschließen. Es scheitere am Monatsbeitrag. Doch gerade mit diesen Geldern könne man für eine soziale und gerechte Gesellschaft kämpfen.

Beabsichtigt sei in absehbarer Zeit die Verlegung des Büros von Sedelsberg nach Friesoythe. Damit würde man den Klienten einen zentralen Anlaufpunkt bieten, sagte Sibum mit Blickrichtung auf den stellvertretenden Bürgermeister der Hansestadt, Egon Kruse.

Bei der ganzen Arbeit kam die Geselligkeit nicht zu kurz. Weihnachtsfeier, Ausflüge, Karneval, Kutschfahrten und vieles mehr rundeten das Jahresprogramm ab.