Ramsloh - Von einem Tag der Freude für die ganze Gemeinde hat Architekt Theo Dwertmann am Mittwoch bei der feierlichen Einweihung der neuen Friedhofskapelle auf dem katholischen Friedhof in Ramsloh gesprochen. „Wir können stolz sein auf das gemeinsame Werk“, richtete er sich an alle, die am Neubau beteiligt waren. Und auch Bürgermeister Hubert Frye freute sich über die neue „schöne und würdige Einrichtung“.
Zahlreiche geladene Gäste hatten sich zur Einweihung in den Aussegnungsraum eingefunden, darunter der Bürgermeister und seine Stellvertreter, Vertreter der katholischen Kirchengemeinde St. Jakobus, der Gemeinde Saterland, am Bau beteiligte Firmen, Nachbarn, Bestatter und Friedhofsverwalter.
Dwertmann stellte die Räumlichkeiten vor und wies besonders auf das runde blau-gelbe Fenster über der Tür hin, die zu den Aufbahrungsräumen führt. Dieses stehe für die Unsterblichkeit der Seele, das Kreuz in der Mitte für den Glauben. Das Gelb symbolisiere das Licht in der Dunkelheit mit der Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod.
Im hinteren Teil des Gebäudes befinden sich eine Sakristei, drei Aufbahrungsräume, sanitäre Anlagen, ein Geräteraum sowie ein Vorbereitungsraum. Dwertmann bedankte sich bei allen, die am Abriss der alten Kapelle sowie am Neubau beteiligt waren. Ein besonderer Dank ging an Hermann Dicken vom Vorstand des Kirchenausschusses. Er habe sich unermüdlich für die Kapelle eingesetzt. Sein großes Engagement sowie das der weiteren ehrenamtlichen Helfer und der Firmen würdigten ebenso Frye und Pfarrer Ludger Fischer, der die Gäste begrüßte.
Dwertmann überreichte dem Pfarrer den symbolischen Schlüssel für die neue Kapelle. Und auch Frye hatte ein Präsent dabei.
Nach der Einsegnung der Räume erinnerte Fischer an die Zeit, als der Friedhof sich noch bei der Kirche St. Jakobus befand. In den 60er Jahren sei der Friedhof dann an seine jetzige Stelle verlegt worden. 1986 sei dort die alte Kapelle eingeweiht und 1996 erweitert worden. Da sie den heutigen Ansprüchen nicht mehr genügte, musste eine neue Kapelle her. Der Pfarrer zeigte den Weg von der Idee bis zum Neubau noch einmal auf (siehe auch Infobox).
Beim Bau seien aber auch einige Dinge zu berücksichtigen gewesen. So etwa die Grenzabstände und den richtigen Abstand zu den Gräbern einzuhalten sowie die Höhenunterschiede auf dem Gelände auszugleichen.
Die damals geschätzten Kosten in Höhe von 650 000 Euro für Abriss und Neubau seien bisher mit 50 000 Euro unterschritten worden. 51 000 Euro kamen von der Gemeinde. Mehr als 70 000 Euro wurden zudem bisher aus der Bevölkerung gespendet. Kosten konnten durch Eigenleistungen und Vergünstigungen von Firmen eingespart werden.
Bis auf Restarbeiten seien alle Arbeiten erledigt, so dass die Kapelle ab sofort nutzbar sei, so Fischer. Unter anderem werde noch daran gearbeitet, dass sich zur Straße hin ein geschlossenes Bild ergebe.
Im Anschluss an die Einweihungsfeier fand der Ausklang im katholischen Pfarrheim statt.
