Brake - Wo treffen sich musikalisch Abba, Dr. Hook, East 17, Roy Orbison und Frank Sinatra auf der Bühne? Im Central-Theater, wenn auch nicht in Person. Das Kulturzentrum lud zur Karaoke-Nacht und die Karaoke-Begeisterten aus verschiedenen Teilen der Wesermarsch folgten.

Die Idee für die Karaoke-Party entstand schon vor ungefähr einem Jahr. Britta Würdemann aus Lemwerder, die auch mehrfach bei der Karaoke-Party sang, legte damals auf der Rock-Party auf und schlug Norbert Ostendorf vor, einmal Karaoke anzubieten. Am Freitag zeigte sich Ostendorf dann auch mit dem Verlauf zufrieden. „Die Leute haben Spaß, egal ob auf oder vor der Bühne.“

Würdemann, die zum ersten Mal eine Karaoke-Party mit organisierte, bezeichnet sich selbst als „Karaoke-Junkie“. Sie, ihr Partner und einige ihrer Freunde nutzen jede Möglichkeit, um auf der Bühne zu trällern. „Das geht soweit, dass wir unseren Urlaubsort nach dem Karaoke-Angebot aussuchen“, lacht Würdemann.

Für einen guten Teil der Stimmung sorgte die Gruppe um Nadine Simon. Gut 20 Freunde hat die Brakerin organisiert, darunter auch „Karaoke-Jungfrauen“. Simon selbst ist schon eine alte Häsin, was das Singen vom Bildschirm angeht. Bis die Bar schloss, ging Simon immer nach Bremen, um dort Karaoke zu singen. „Mit Freunden Spaß haben, anstatt immer nur unter der Dusche zu singen“, beschreibt sie den Reiz an Karaoke. Und Spaß hatte die Gruppe tatsächlich: Immer wieder zieht es sie einzeln oder zusammen auf die Bühne. Wer nicht singt, unterstützt johlend und klatschend aus dem Publikum heraus. „Beim Karaoke buht niemand, das ist das Tolle“, so Simon.

Aber auch spontane Auftritte gab es. Sabine deBrito Soarez, Gudrun Wulf, Sabine Dibke und Susanne Briddigkeit waren eigentlich nur zum Zugucken gekommen, entschieden sich dann aber spontan, „Thank you for the music“ zu schmettern. Dabei erlebten sie ihren ganz eigenen Aha-Effekt: „Der Text ist ja ganz anders, als wir immer dachten“, überraschte der mitlaufende Text deBrito Soarez und ihre Freundinnen. Es sei halt doch etwas ganz anderes, als wenn man nur zu Hause ein bisschen mitsingt.