KARLSRUHE - Mit einer großen Ausstellung zur Geschichte der Vandalen will das Badische Landesmuseum in Karlsruhe eine Lanze brechen für die bisher als zerstörerisch geltende antike Großmacht aus dem fünften Jahrhundert. Präsentiert wird kein Volk der Frauenschänder, Brandschatzer und Mörder, sondern eines, das eine Kultur zivilisierter Eroberer pflegte, römische Sitten und Tugenden übernahm und weiterentwickelte. „Die vandalische Eroberung Nordafrikas war kein Kulturbruch“, betonte Museumsdirektor Harald Siebenmorgen am Freitag zur Eröffnung der Schau.

Unter dem Titel „Erben des Imperiums in Nordafrika – Das Königreich der Vandalen“ zeigt die Ausstellung bis zum 21. Februar u. a. Schmuck, Mosaike und Bilder, darunter das Mosaik der „Dame von Karthago“ und den sogenannten Vandalischen Reiter aus Karthago.

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