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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Urheberrecht: Musikplattform Youtube unter Druck

11.05.2018

Karlsruhe Ein Streit um die Haftung für Rechteverletzungen bei Youtube beschäftigt seit Mittwoch den Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe – ein Urteil könnte den Druck auf solche Plattformen beträchtlich erhöhen. Der Vorsitzende Richter deutete an, dass der weltgrößte Musikprovider möglicherweise auch als Täter oder wenigstens Mittäter infrage kommen könnte. Die Richter müssen klären, ob die Plattform grundsätzlich verantwortlich ist für hochgeladene Inhalte oder zumindest viel strenger prüfen muss, ob Clips gegen Urheberrecht verstoßen. Wann ein Urteil fällt, ist unklar.

Bislang begreift sich Youtube als technischer Dienstleister, der lediglich fremde Inhalte anderen zugänglich macht. Falls Rechte verletzt würden, sei nicht das Unternehmen haftbar zu machen. „Ein Unding“, sagt der Kläger, der Hamburger Musikproduzent Frank Peterson.

Er zieht seit zehn Jahren gegen die Google-Tochter zu Felde: Verschiedene Titel einer Tournee und eines von ihm produzierten Albums der Sopranistin Sarah Brightman seien illegal auf Youtube eingestellt und er damit um die Früchte seiner Arbeit gebracht worden.

Die Gegenseite verneint eine Täterschaft von Youtube vehement. Das würde das Ende des Geschäftsmodells solcher freien Plattformen bedeuten, erklärte der Anwalt Thomas Winter. Schließlich seien es die Nutzer, die die beanstandeten Clips aktiv hochladen – und nicht Youtube.

Der sogenannte Value Gap, also die Diskrepanz zwischen dem wirtschaftlichen Nutzen der Clips für Plattformen wie Youtube und dem, was die Rechteinhaber davon sehen, ist seit Jahren ein Streitpunkt.

Laut Bundesverband Musikindustrie (BVMI) findet derzeit knapp die Hälfte des Musik-Streamings in Deutschland über Dienste wie Youtube statt. Sie tragen zusammen aber nur 1,9 Prozent zum Umsatz bei.

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