Düsseldorf - Der einstige Kunstberater Helge Achenbach (65) ist auch in einem neu aufgerollten Zivilprozess zu Schadenersatz in zweistelliger Millionen-Höhe verurteilt worden. Achenbach und zwei seiner insolventen Firmen sollen der Familie des gestorbenen Aldi-Erben Berthold Albrecht 18,7 Millionen Euro zahlen, entschied das Landgericht Düsseldorf am Dienstag.

Der Vorsitzende Richter sah es weiterhin als erwiesen an, dass der inzwischen wegen Betrugs auch zu sechs Jahren Haft verurteilte Achenbach bei Millionenverkäufen von Kunst und Oldtimern an seinen Duzfreund Albrecht unberechtigte Preisaufschläge vorgenommen habe. Gegen das Urteil ist Berufung am Oberlandesgericht möglich.

„Bis auf kleine Nuancen“ sei das erste Zivilurteil von Anfang 2015 richtig gewesen, sagte Richter Joachim Matz. Das Oberlandesgericht Düsseldorf hatte das erstinstanzliche Urteil wegen eines Formfehlers zurückverwiesen.

Der im März 2015 zu einer Gefängnisstrafe verurteilte einstige Berater-Star ist inzwischen im offenen Vollzug und arbeitet als Flüchtlingshelfer.