Oldenburg - Seit mehr als 30 Jahren kunsthandwerklicher Höhepunkt im August: die internationalen Keramiktage auf dem Schlossplatz. Das Wochenende des 3. und 4. August soll wieder etwa 60 000 Kunstinteressierte in die Stadt locken. Viele von ihnen nehmen eine weite Anreise in Kauf, um den Markt zu besuchen. Das hat die Werkschule als Veranstalter per Umfrage ermittelt.

Aus 350 Bewerbungen habe die fachkundige Jury 120 Keramiker, Designer und Künstler ausgewählt, die ihre Werke an beiden Tagen von 10 bis 18 Uhr ausstellen und zum Kauf anbieten, berichtete Beate Anneken, künstlerische Leiterin der „Werkschule – Werkstatt für Kunst und Kulturarbeit“ während der Pressekonferenz am Donnerstag.

Die Besten der Besten des keramischen Genres dieses Landes seien vertreten, berichtete sie. Hinzu kommen Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus elf weiteren Ländern, darunter Großbritannien, Portugal, Süd-Korea, Japan und Litauen. Nach Auskunft von Beate Anneken und Werkschul-Geschäftsführer Wolfgang Heppner kommen inzwischen ein Viertel aller Aussteller aus dem Ausland.

Bereits am Freitag, 2. August, bietet die Werkschule (Hochheider Weg) die Möglichkeit, zwei bekannten Vertretern der Keramikkunst über die Schulter zu blicken: In einem ganztägigen „Keramikerportrait“ stellen Seung-Ho Yang (Korea) und Chieko Katsumata (Japan) sich und ihre Arbeitsweise vor. (Informationen dazu unter Tel. 38 29 30).

Ebenfalls eine gute Gelegenheit, sich an den beiden Markttagen einen konzen­trierten Überblick zu verschaffen, bietet die Themenausstellung der Marktteilnehmer: diesmal unter der märchenhaften Aufgabenstellung „Sesam öffne Dich – Open Sesame“ unter dem Motto „IPot“, die im Schlosssaal zu sehen ist. Für die originellsten Arbeiten werden Jury- und Publikumspreis vergeben.

Sogar bis zum 15. September wird im Schloss die Ausstellung „Architekton“ der Preisträgerin von 2012 gezeigt. Interessante Einblicke bietet die Niederländerin Let de Kok. Prof. Dr. Rüdiger Stamm als Hausherr im Museum für Kunst und Kulturgeschichte lobte während der Pressekonferenz die bereichernde Zusammenarbeit zwischen der Werkschule und seinem Haus.