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Musik „Kernige“ hören auf inneren Kompass

Stephan Onnen

Oldenburg - Den eigenen Weg finden, auf den inneren Kompass hören, an Kreuzungen eine neue Richtung einschlagen. Es sind große Themen, denen sich „David und die Kernigen“ auf ihrer neuen Platte mit dem Titel „Was Du willst“ widmen. Am Sonnabend, 16. Mai, veröffentlichen sie das Werk mit einem Konzert im „Cadillac“. „Es geht um die Sinnsuche im Leben. Das zieht sich als roter Faden durch die Stücke“, beschreibt Sänger, Songschreiber und Band-Namensgeber David Kern den Tenor des neuen Materials.

Was sich nach tonnenschwerer Seelenlast anhört, klingt bei der fünfköpfigen Oldenburger Band locker und leicht. Die handgemachten, eingängigen Melodien beinhalten zwar melancholische Momente, bieten indes auch viel Platz für Hoffnungsschimmer, positive Energie und gute Laune.

Dass sich das Quintett heute tiefenentspannt gibt, kommt nicht von ungefähr. David Kern (31), Dirk Brumund-Rüther (29, Bass), Felix Weth (31, Schlagzeug), Benjamin Neuhäuser (27, Cello) und Stefan Laube (26, E-Gitarre) standen als Band selber vor einer wichtigen Weichenstellung: 2012 schnupperten sie am großen Musikbusiness, als sie im Finale des bundesweiten Nachwuchswettbewerbs „Echolot“ standen und zum „High-Level-Bandcoaching“ ins „PopCamp“ des Deutschen Musikrates eingeladen wurden.

Werther Boys im Theater

Doch die Band, die sich aus gemeinsamen Oldenburger Studententagen kennt und seit 2008 zusammenspielt, wollte sich „weder herumschubsen noch verbiegen lassen“, wie Benjamin Neuhäuser betont. So führte die Band-Karriere erst einmal in die Sackgasse, obwohl Musik nach wie vor eine tragende Rolle im Leben der „Kernigen“ spielt. Dirk, Felix und Stefan beispielsweise verdingen sich als freiberufliche Musiker: Ab dem 24. Juni sind sie als die Band „Werther Boys“ am Oldenburgischen Staatstheater in der Neufassung von Goethes „Die Leiden des jungen Werther“ zu hören.

Doch davor liegt die Live-Premiere der neuen Songs der „Kernigen“, die David – mittlerweile Lehrer an der IGS Kreyenbrück – zusammen mit Jannekatrin Rath geschrieben hat. Aus dem Rohmaterial erarbeitete die Band gemeinsam die musikalischen Arrangements – für diesen Entstehungsprozess hatte sie sich diesmal viel Zeit gelassen. Die Vorproduktion begann schon 2013. Die Aufnahmen entstanden im Klangfeldstudio des Produzenten Eike Ebbel Groenewold im ostfriesischen Groß Midlum (Landkreis Aurich).

Fans bestimmen Preis

„Ebbel hat es geschafft, unseren Songstrukturen mehr Klarheit zu geben und unseren Sound auf ein anderes Level zu bringen“, lobt David. Während dieser Zeit sind die „Kernigen“ von Filmemacher Dennis Jacobsen mit der Kamera begleitet worden. So entstand eine 30-minütige Studiodokumentation, die vor Beginn des Release-Konzertes im „Cadillac“ gezeigt wird.

Die sechs Songs der neuen EP „Was Du willst“ werden an diesem Abend vor Ort und danach über die Homepage der Band im Internet erhältlich sein. Die Fans sollen das zahlen, was ihnen die Platte wert ist. Die Spanne soll zwischen sechs und zehn Euro liegen. „Eigentlich könnten wir sofort wieder ins Studio gehen und nachlegen“, lacht David, „doch erst einmal muss wieder Geld in die Bandkasse kommen.“

Kurioserweise hat die Band ausgerechnet jetzt das Management-Angebot erhalten, auf das sie 2012 vergeblich gewartet hatte. Wieder so eine Wegkreuzung im Leben. „Wir haben uns dagegen entschieden“, sagt David. Er und die „Kernigen“ haben auf ihren inneren Kompass gehört: „Musik soll vor allem Spaß machen.“

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