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NWZonline.de Nachrichten Kultur

KIBUM meets Schweden

05.11.2016

Oldenburg Digitale Medien sind aus vielen Kinder- und Jugendzimmern nicht mehr wegzudenken. Bilderbücher werden auf Computern oder Smartphones angesehen, Mitmach-Spiele auf Büchern mit Computertechnik gespielt. Der Trend zeigt sich auch bei der 42. Oldenburger Kinder- und Jugendbuchmesse „Kibum“ (5.-15.11.), wie die Leiterin der Stadtbibliothek Oldenburg, Heike Janssen, sagte. So gibt es einen Multimediaraum, in dem pädagogisch sinnvolle Medienprodukte vorgestellt werden, und Veranstaltungen etwa über gute Apps für Kinder. Dennoch: Die große Mehrheit der präsentierten Werke ist aus handfestem Papier.

Rund 2500 neu erschienene deutschsprachige Kinder- und Jugendmedien werden vorgestellt. Dazu kommen Werke schwedischer Autoren, denn die Messe steht unter dem Motto „Hej! Kibum trifft Schweden“. Neben den Helden von Astrid Lindgren präsentieren die Veranstalter zeitgenössische Kinder- und Jugendbuchautoren aus Schweden. Veranstaltungen und Ausstellungen informieren etwa über schwedische Bilderbuchkunst. Schwedische Kindergeschichten zeigten Kinder oft als starke Individuen, sagte Janssen. Möglicherweise sei das ein Grund für den großen internationalen Erfolg.

Filme spielen bei der „Kibum“ auch eine wichtige Rolle. So werden beim Oldenburger Kinder- und Jugendfilmfestival, das im Rahmen der Messe organisiert wird, unter anderem „Pippi außer Rand und Band“ und „Ronja Räubertochter“ gezeigt.

Aktive Leseförderung ist ein Ziel der Messe. Welch wichtige Rolle Tablets, E-Books und Apps dabei spielen können, erklärte Sigrid Fahrer, die bei der Stiftung Lesen die Sparte Digitales Lesen leitet. „Digitale Medien sind eine Chance, die zu erreichen, die nicht so gerne lesen“, sagte sie. Leseschwache Kinder könnten individuell unterstützt werden. „Digitale Medien sind spannend und machen neugierig. Sie senken die Schwelle, ein Buch zu lesen.“

Ihr zufolge haben E-Books keine Nachteile. Dass wir lieber ein gedrucktes Buch lesen, liege an unserer Sozialisation. „Wir verbinden viel damit“, sagte sie. „Wir betrachten es als einen Freizeitgegenstand, als etwas Schönes.“

Darauf setzen auch die Veranstalter der seit 1974 organisierten „Kibum“. Die Stadt Oldenburg und die Carl von Ossietzky Universität Oldenburg erwarten in diesem Jahr rund 30 000 Besucher.

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