Wilhelmshaven - „Schieben Sie Tische und Bänke nach vorne. Hier geht es jetzt los“, forderte Wilhelmshavens Oberbürgermeister Andreas Wagner am Donnerstag die vielen Gäste auf, die sich gegen 18 Uhr am Großen Hafen versammelt hatten. Dort fiel um 18.28 Uhr der offizielle Startschuss fürs 39. Wochenende an der Jade.

Zuvor hatte schon das Marinemusikkorps Ostsee aus Kiel für die musikalische Einstimmung auf das maritime Stadtfest gesorgt. „Ein Musikkorps von der Ostsee an der Nordsee, das ist etwas Besonderes“, sagte Wagner.

Doch das ist nicht das einzig Besondere an diesem Fest. 60 Künstler auf sechs Bühnen erwarten die Besucher. In diesem Jahr steht außerdem die Forschung im Mittelpunkt – anlässlich des 85-jährigen Bestehens des Instituts Senckenberg am Meer.

Der Oberbürgermeister begrüßte die Schiffsbesatzungen aus Polen und den Niederlanden, die fürs Wochenende am Bontekai festgemacht haben, sowie die Fregatte „Mecklenburg-Vorpommern“.

Vor dem Genuss des Frischgezapften machten auch Christoph Otten, Leiter des Marinearsenals, und Fregattenkapitän und stellvertretender Standortältester, Jörg-Harald Mandt, Werbung für ihre Angebote am Wochenende. So gibt es auf dem Arsenalgelände jede Menge Spiel und Spaß für Kinder, als Höhepunkt das alljährliche Drachenbootrennen und vieles mehr. „Ergreifen sie die Chance, uns zu besuchen“, sagte Otten.

Mandt erklärte, die Marine fühle sich wohl in Wilhelmshaven, und das Angebot am Wochenende an der Jade sei auch als Dankeschön für die Bürger gedacht.

Zu den besonderen Attraktionen des Stadtfestes gehört auch das 21. Polizei-Puppenspieler-Festival auf dem Gelände des Arsenals. Acht Puppenbühnen aus Lüneburg, Neumünster, Detmold, Düsseldorf, Gütersloh, Nürnberg, Bonn und Berlin treten auf.

„Seien sie glücklich, trinken Sie Bier und freuen sie sich über das gute Wetter“, rief OB Wagner mit Blick auf die hin und wieder zwischen den Wolken hindurchscheinende Sonne allen Gästen zu, bevor er das obligatorische Fass Freibier anstach. Von der „Mecklenburg-Vorpommern“ wurde das mit einem kräftigen Stoß ins Nebelhorn kommentiert.

Kristin Hilbinger
Kristin Hilbinger Lokalredaktion, Jeversches Wochenblatt