Nordenham - Lassen sich Kinder in der Grundschule für klassische Musik begeistern? Die Frage können die Leiterin der Grundschule Süd, Gesine Skupin, und ihre Kolleginnen mit einem Ja beantworten, das keine Zweifel offen lässt. Und tatsächlich: Wer den Kindern zuschaut, wie sie mit den Klangröhren, die im Fachjargon Boomwhacker genannt werden, mit Triangel und Trommeln „Freude schöner Götterfunken“ spielen, wird förmlich angesteckt von der Begeisterung.

Seit Montag beschäftigen sich die Kinder der Grundschule Süd in ihrer Projektwoche mit klassischer Musik, vor allem mit Beethoven. Gesine Skupin glaubt, dass es wichtig ist, Kindern schon im Grundschulalter den Zugang zu klassischer Musik zu ermöglichen. Später werde es dann schwieriger, die Kinder dafür zu begeistern.

Und so dreht sich in dieser Woche fast alles um Beethoven. Bei Lehrerin Sabine Janke üben die Kinder mit ihren Percussion-Instrumenten und mit Xylofonen. Andere Schüler bereiten Beethovens Lieblingsessen zu: mit Käse gefüllte Nudeltaschen. In einer weiteren Gruppe wird getanzt. Bei Claudia Ohlenbusch erfahren die Kinder, wie Beethoven gelebt hat; dass er taub wurde und trotzdem wunderschöne Musik komponiert hat.

Bei Margret Janssen lernen die Jungen und Mädchen, wie ein Orchester aufgebaut ist. Malen nach Musik ist bei Gesine Skupin das Thema: Inspirieren lassen sich die Kinder dabei ausnahmsweise nicht von Beethoven, sondern von Bedrich Smetanas Komposition „Die Moldau“.

Peter Klan stellt den Kindern das Cello und das Tenorhorn vor. Tobias Janke spielt Klavier. An diesem Freitag kommt die Kinderoper Papageno in die Südschule. Gemeinsam mit den Schülern, die kleine Sprechrollen übernehmen, wollen sie Beethovens einzige Oper „Fidelio“ aufführen.