2004 war der Hitler-Film „Der Untergang“ benannt worden, davor waren mit „Aimée und Jaguar“ und „Nirgendwo in Afrika“ zwei weitere Filme mit NS-Thematik im Rennen. Von französischer Seite wurde jetzt die französisch-deutsche Koproduktion „Merry Christmas“ von Christian Carion ins Oscar-Rennen geschickt. Zu Jahresbeginn 2006 werden aus rund 90 Filmen aus aller Welt fünf nominiert. Die Oscars werden dann am 5. März in Hollywood vergeben.
„Sophie Scholl“ sei ein Film von großer emotionaler Dichte, getragen von herausragenden schauspielerischen Leistungen, begründete die von German Films berufene Jury ihre Entscheidung. Die Bedeutung des Films liege in der zeitlosen Thematik des selbstlosen Widerstands gegen jede Form von Unterdrückung. Der Streifen hat bereits drei deutsche Filmpreise bekommen.
Der Film wurde von den Produktionsfirmen Goldkind Film und Broth Film mit Regisseur Marc Rothemund und Autor Fred Breinersdorfer hergestellt. Die Nachwuchsschauspielerin Julia Jentsch wurde für ihre Titelrolle auf der Berlinale mit dem Silbernen Bären und beim Deutschen Filmpreis als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet.
Der Film schildert das Schicksal der Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ 1943 in München.
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