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Kino Hoffen auf den Kurzfilm-Oscar

Karsten Krogmann

FRAGE:

Wie kommt ein Filmproduzent aus Munderloh zu einer Oscar-Vornominierung?

MACHURA

: Ich bin ausgebildeter Jurist und leidenschaftlicher Film-Fan – und irgendwann hat es bei mir geklappt, das Nützliche mit dem Angenehmen zu verbinden: Ich wurde Filmproduzent. Es ist durchaus hilfreich, als Produzent juristische und betriebswirtschaftliche Fähigkeiten zu haben.

FRAGE:

Das dürfte aber kaum genügt haben, die Oscar-Academy zu überzeugen . . .

MACHURA

: . . . nein, da kamen mehrere glückliche Umstände zusammen: Wir hatten ein tolles Team, der Film ist sehr schön geworden, er lief erfolgreich auf Festivals in Deutschland und wurde deshalb auch international eingereicht. Auf dem Festival in Cleveland kam er dann so gut an, dass die beiden Regisseure sagten: Die Amis hatten Tränen in den Augen – wollen wir es nicht auch bei den Oscars versuchen? Das haben wir dann kontrovers diskutiert.

FRAGE:

Warum kontrovers?

MACHURA

: Weil so eine Oscar-Einreichung mit Kosten verbunden ist. Man muss eine Kopie anfertigen, in Los Angeles Vorführungen buchen . . .

FRAGE:

. . . das klingt nach einem Job für Marcus Machura: Fürs Geldauftreiben ist der Produzent zuständig, oder?

MACHURA

: (lacht) Der Produzent muss alles in die Wege leiten, von der Finanzierung über die Umsetzung bis zur Auswertung in Fernsehen und Kino. Er ist dafür zuständig, dass das Ganze nicht aus dem Ruder läuft, er ist das Korrektiv. Aber ums Geld geht es bei solch einem Film eigentlich nicht so sehr, mit einem Kurzfilm kann man kein Geld verdienen. Mit etwas Glück läuft er nachts vielleicht mal im Fernsehen – das war’s.

FRAGE:

Worum geht es dann?

MACHURA

: Der Film ist die Vorbereitung auf ein großes Projekt. Hinter „Das Rauschen des Meeres“ steht der Spielfilm „Die schwarzen Lords“, eine wunderbare und wahre Geschichte über die afrikanischen Golfspieler „Die schwarzen Lords“, die den sportlichen Sieg über ihre aristokratischen Kolonialherren davontragen. Der Kurzfilm soll helfen, uns zu profilieren und auf das große Projekt aufmerksam machen.

FRAGE:

Was würde eine Oscar-Nominierung oder gar ein Oscar-Gewinn bringen?

MACHURA

: Kurzfristig Ruhm und Ehre – und den Spaß, bei dem Ereignis dabei zu sein. Längerfristig würde es helfen, „Die schwarzen Lords“ finanziert zu bekommen.
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