Jever - Eine kleine Gruppe aus Umweltbeauftragten der Mitgliedskirchen der Norddeutschen Mission Bremen unter Leitung des aus Togo stammenden Projektleiters Dr. Emmanuel Noglo hat sich in Ghana und Togo zum Thema Klimagerechtigkeit informiert.
Eine 13-tägige Studien- und Dokumentationsreise nach Accra und Lomé im August 2014 habe sprachlose Momente erzeugt, atemlose Nächte verursacht und viele Fragen aufgeworfen, berichtet die Beauftragte für Umwelt, Klimaschutz und Energie der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg, Kristine Ambrosy-Schütze.
„Überwältigt von der Mischung aus verwirrenden Lebensumständen, gigantischer Umweltverschmutzung und staatlich starrem Umfeld tauchte immer wieder die gleiche Frage auf: Welche Verantwortung tragen wir?“
Dieser Frage gehen nun die Kirche in Oldenburg und die Norddeutsche Mission Bremen in einer gemeinsamen Veranstaltung nach, die auch in Jever vorgestellt werden soll. Dazu laden sie am Mittwoch, 28. Januar, um 18.30 Uhr in den Graf-Anton-Günther-Saal des Rathauses ein.
Unter dem Motto „Ärgern Sie sich auch über die Kurzlebigkeit ihrer elektronischen Geräte?“ wird anhand des Reiseberichts, der von Emmanuel Noglo und Kristine Ambrosy-Schütze vorgestellt wird, für das Thema Mülldeponien in Westafrika sensibilisiert.
Mit Unterstützung von Umweltreferent Udo Borkenstein, Mitarbeiter im Regionalen Umweltzentrum Schortens, wird das Thema „Elektronikschrott in Deutschland und der EU – Anspruch und Wirklichkeit“ wissenschaftlich fokussiert. Die zentrale Fragen dabei: Welche Verantwortung tragen wir in einer globalisierten Welt als Zivilgesellschaft? Sollen Europas Wohlstandsreste als Ressource in Westafrika dienen?
Mit dem Fachvortrag werden wichtige Hintergrundinformationen zum aktuellen (auch politischen) Umgang mit dem „Elektroschrott der Wohlstandsgesellschaft“ gegeben.
Am Ende werden die Veranstalter ein einfaches wie praktikables Beispiel präsentieren, wie Verbraucher den erlernten Konsummustern begegnen können.
