Bookholzberg - Ein 75 Meter langer Zaun trennt seit Dienstag wieder die beiden Friedhöfe rund um die Auferstehungskirche in Bookholzberg. „Früher hatten wir dort eine Hecke, doch die wurde zu alt, zu breit und zu kaputt. Der Zaun ist nicht so pflegebedürftig“, erklärte Susanne Bruns, Vorsitzende des Gemeindekirchenrats der ev.-luth. Kirchengemeinde Ganderkesee. Dabei sind die Unterschiede beider Friedhöfe nicht mit bloßem Auge sichtbar, lediglich der Träger unterscheidet sich. Anfang und Ende der jeweiligen Ruhestätte wurden am Dienstag durch Einsetzen des letzten Zaunstückes deutlich voneinander getrennt.

Die zwei Friedhöfe gebe es, da sich in den 1950ern der Friedhofsverein gründete, um auch in Bookholzberg Beerdigungen durchführen zu können. Wenig später gründete die ev.-luth. Kirche als Anlieger einen zweiten Friedhof nebenan.

Nachdem die rund 40 Jahre alte Hecke, die beide Gebiete trennte, beseitigt werden musste, waren beide Gebiete für rund zwei Jahre zaunfrei miteinander vereint. „Fahrradfahrer kürzen regelmäßig über die beiden Friedhöfe ab, auch mitten über unsere Gräber“, erzürnt sich Pastorin Susanne Bruns und zeigt auf die entsprechende Stelle.

Wer falsch abkürze lande mit seinem Rad vor einer von Gräbern gebildeten Grenze. Doch anstatt diese mit einem Umweg zu umfahren, würden manche den direkten Weg über das Grab bevorzugen. „Diese Abkürzung gibt es durch den Zaun nun nicht mehr“, stellt die Pastorin klar. Eine Grenze zwischen den beiden Ruhestätten sei nicht um jeden Preis gewollt, es gehe vor allem darum, den Durchgangsverkehr in richtige Bahnen zu lenken.

Jedoch seien die Friedhöfe weiterhin verbunden. Pastorin Bruns betont, dass es keine Grenze sei: „Es gibt noch zwei Durchgänge. Die wurden auf besonderen Wunsch gelassen, da es auch Familien gibt, die Gräber auf beiden Seiten unterhalten. Es gibt ja auch Trauerfeiern für Verstorbene in der Auferstehungskirche, die dann anschließend auf dem Gelände des Friedhofsvereins beerdigt werden.“