KIRCHHATTEN - Im Rathaus in Kirchhatten empfangen wurde am Montag die 15-köpfige Besuchergruppe aus Hattens Partnerstadt Machatschkala, der Hauptstadt der am Kaspischem Meer gelegenen, zur russischen Förderation gehörenden autonomen Republik Dagestan. Noch bis zum 3. Mai sind die elf Studenten und vier Dozenten zu Gast in Hatten und Umgebung und absolvieren ein abwechslungsreiches Informations- und Ausflugsprogramm.

Bürgermeisterin Elke Szepanski, Ratsvorsitzender Siegfried Dose und der Vorsitzende des Partnerschafts-Komitees, Hajo Töllner, hießen die Gäste willkommen, an ihrer Spitze die Dozentin und Reiseleiterin Maralkhalum Sagidove (genannt Maral) , die schon zahlreiche Gruppen nach Deutschland begleitet hat und nunmehr zum letzten Mal in dieser offiziellen Funktion zu Besuch ist.

Szepanski erinnerte an die seit 1989 bestehende Partnerschaft und bedauerte (ebenso wie Töllner), dass sich die Stadt Oldenburg immer mehr daraus zurückziehe. Da Machatschkala 600 000 Einwohner habe, Hatten aber nur 14 000, sei es wichtig, dass Oldenburg mit im Boot bleibe.

„Die Brücke der Partnerschaft und Freundschaft bleibt bestehen“, versicherte Maral, die besonders die Gastfreundschaft lobte (ein Großteil der Studenten ist in Familien untergebracht, drei in der Jugendherberge Oldenburg). Die jungen Leute hätten bislang sehr gute Eindrücke von Deutschland bekommen. Auffallend sei die Sauberkeit. Der Besuch in Deutschland werde weiterwirken und die jungen Leute anspornen, noch eifriger als bisher deutsch zu lernen.

Danach hatten die Studenten Gelegenheit, sich selbst kurz vorzustellen, was teilweise auf russisch, aber auch auf englisch und deutsch geschah. Ein Großteil von ihnen studiert nämlich Sprachen.

Mit dem Austausch von Gastgeschenken. Maral bekam eine Federzeichnung vom Rathaus und revanchierte sich mit kunstgewerblichen Arbeiten ihrer Heimat für Szepanski, Töllner, Organisator Horst Rosenow und Gisela Breuer, eine der Aktivistinnen der Partnerschaft.

Nach dem Rathaus-Empfang besuchten die Gäste aus Dagestan den evangelischen Kindergarten Kirchhatten, die Waldschule in Sandkrug sowie das dortige Druckereimuseum samt Galerie.

An diesem Dienstag wird Morgen wird das Oldenburgische Staatstheater besichtigt, am Mittwoch die Waldorfschule, am Donnerstag das Museumsdorf Cloppenburg und Bad Zwischenahn, am Freitag die Hansestadt Bremen. Am Sonnabend treten die Besucher per Flugzeug die Heimreise in ihre 4500 Kilometer entfernte Heimat an.