Kirchhatten - Ein betagter Affe berichtet der Akademie über seine Monate andauernde und bedrückende Gefangenschaft. Er sah damals nur einen Ausweg: Die Menschen nachzuahmen, um ihnen zu gefallen. Mehr oder weniger unbeabsichtigt startete er somit eine Karriere als gefragter Varietékünstler. Das zumindest ist die Handlung des Ein-Mann-Schauspiels „Ein Bericht für eine Akademie“, ein Monolog von Franz Kafka, das am Sonntag, 29. Oktober, um 18 Uhr vom Schauspieler Dieter Grell im Kirchhatter Rathaus aufgeführt wird.

Das Schauspiel sei eine evolutionäre Satire über das Menschwerden einer geknechteten Kreatur, die berührt und amüsiert, heißt es in der Ankündigung. Ein alter Affe betritt die Bühne und hält eine Rede. Wie macht er das, so menschlich zu erscheinen – nicht nur äußerlich? Der Zuschauer ist irritiert und ohne es zu merken, wird er bald Kafkas Gefangener im Spiel genauso wie der Mensch gewordene Menschenaffe vor ihm, heißt es weiter.

Der Affe wird von Grell gespielt, Regie führt Roland Heitz und für die Maske ist Julia Sedlak zuständig. Grell ist Schauspieler, Musiker und Autor. Zuhören bedeutet bei ihm Sprache, Musik und Spiel gleichzeitig zu erleben. Seine Werke sollen durch die Beschränkung auf das Wesentliche beeindrucken. In Begleitung von Musik, passend zum Erzählcharakter, gelinge es ihm schon nach wenigen Sätzen, das Publikum in seinen Bann zu ziehen, heißt es in der Mitteilung.

Der Eintritt zum Schauspiel beträgt im Vorverkauf 8 Euro € und an der Abendkasse 10 Euro. Karten gibt es im Vorverkauf Rathaus Kirchhatten, Hauptstraße 21 oder im Bürger-Service-Büro in Sandkrug, Gartenweg 15. Informationen unter t   0 44 82/92 22 02.