KIRCHHATTEN - Zwölf Zeitbilder des Nationalsozialismus aus dem Oldenburger Land und der Stadt Oldenburg hat die ehemalige Klasse 9bH der Waldschule Sandkrug im vergangenen Jahr entworfen und mit viel Erfolg im Oldenburger Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte ausgestellt.
Die Kooperation mit der Museumspädagogischen Abteilung brachte den Schülerinnen und Schülern sogar den 3. Platz beim Schülerfriedenspreis 2009 und einen Besuch zur Preisverleihung in Hannover ein.
Jetzt ist die Ausstellung im Kirchhatter Rathaus zu sehen, am Donnerstagabend wurde sie dort als Teil der Hatter Kulturwochen eröffnet. Neben Bürgermeisterin Elke Szepanski sprachen auch Dr. Doris Weiler-Streichsbier, Leiterin der Museumspädagogik des Landesmuseums, Schulleiter Stephan Piper und Eva Frömmchen-Neddermann vom Landesmuseum und Lehrer Volker Westerkamp. Sie alle betonten die Besonderheit dieser Ausstellung. Erstmals habe das Museum mit einer Hauptschulklasse kooperiert, betonte Doris Weiler Streichsbier. Diese Zusammenarbeit verdiene es, fortgesetzt zu werden. Stephan Piper bemerkte, die Schüler seien durch das gemeinsame Projekt stolzer und verantwortungsvoller geworden. Er freut sich, dass die jetzige Klasse 7H die Ausstellung im Rathaus betreut und bereits an einer eigenen Ausstellung zu einem anderen Thema arbeitet.
Bürgermeisterin Elke Szepanski und Volker Westerkamp erinnerten daran, dass die Ideologie des Nationalsozialismus das Land immer wieder und bis in die heutige Zeit verfolgt hat und dass es deshalb richtig sei, wenn sich auch Schüler immer wieder damit beschäftigen.
Neben vielen Schülern der Klasse 7H waren auch etliche Ehemalige ins Rathaus gekommen, die vor einem Jahr die Ausstellung mit gestaltet haben. Für sie sei das Thema eigentlich abgeschlossen, meinte eine Gruppe, andere erkannten beim erneuten Betrachten der Ausstellung auch eine persönliche Veränderung. „Man kann sich besser in Menschen herein versetzen, die Diskriminierung erleben“, finden etwa Rabea Hamann (17) und Jacqueline Thiel (16).
Die Ausstellung ist bis zum 24. November während der Öffnungszeiten des Rathauses zu sehen.
