KIRCHHATTEN - „Gesalzen“ war wieder das Programm des „Plattdeutschen Abends“, zu dem der Heimat- und Verkehrsverein Kirchhatten am Dienstagabend in das Gesellschaftshaus „Zum Deutschen Hause“ nach Kirchhatten eingeladen hatte. Das Organisationsteam des Heimatvereins mit dem Ehrenvorsitzenden Bernd Müller an der Spitze hatte für die richtige Würze im Programm gesorgt. Die Besucher konnten also eigentlich auf das Salzen des Griebenschmalzes, das traditionell mit Brot serviert wurde, verzichten.

Müller als „Maler Klecks“ nahm geschickt die Parteien und die bevorstehenden Kommunalwahlen aufs Korn Gleich darauf wagte er sich in Gegenwart des Ortspfarrers in kirchlicher Amtstracht gekleidet mit Trauergästen auf die Bühne. Zur Trauergemeinde gehörte auch der Betrauerte selbst: Es war Erhardt Rabe, der am 30. September als Bauamtsleiter der Gemeinde in Pension gehen wird. Statt himmlischem Zorn gab es für diese kleine Respektlosigkeit viel irdischen Applaus.

Erstmals als Vorsitzender des Heimat- und Verkehrsvereins hatte Andreas Richter zuvor Altbürgermeister Helmut Hinrichs, den stellvertretenden Bürgermeister Heinz Priesmeyer, Pfarrer Jürgen Menzel und eine Abordnung des Bürgervereins Wiefelstede unter den Gästen begrüßt.

Die Kirchhatter Grundschüler Marco Scheller und Henning Senkel wurden nach einer Lesung Plattdeutscher Geschichten von Heinz Priesmeyer als Teilnehmer eines Schul- und Kreiswettbewerbes mit Urkunden ausgezeichnet. Mit Musikbeiträgen, Sketchen und Tanzeinlagen von Grundschülern ging es auf der Bühne weiter. Der Plattdeutsch-Nachwuchs bekam dafür reichlich Beifall.

Den erhielten auch das Akkordeonorchester unter Leitung von Ulrike Brandt und die Kleine Hatter Blasmusik. Die besondere Aufmerksamkeit des Publikums erreichte die Liedermacherin Sybille Gimon aus Sandhatten für ihre in Plattdeutsch vorgetragenen Lieder aus eigener Feder. Ihre Beiträge „Hör nich up to dröömen“, „Singen bow´d Brüggen“ und „De Büffel-Singwies“ wurden mit kräftigem Applaus bedacht.