KIRCHKIMMEN - Viel vor hat Frank Giesen in diesem Jahr noch in seiner „Galerie im Stall“ in Kirchkimmen. Vier Künstler werden ihre Werke in den Räumen des Bauernhauses auf 120 Quadratmeter sowie im Garten als auch in der Scheune präsentieren.

Holzskulpturen

Den Anfang macht Andreas Kuhnlein mit seiner Ausstellung „Holz – leib-haftig“. Mit einer Motorsäge mit verschiedenen Blättern erschuf er jede der 35 gezeigten Skulpturen aus einem einzigen Baumstamm. Harthölzern von toten und entwurzelten Bäumen entlockt der gebürtige Bayer ein Menschenbild. „Die Werke decken das gesamte Kaleidoscope menschlicher Emotionen ab“, erklärt Giesen, der seit Jahrzehnten Kunst sammelt.

Auch er stammt aus Bayern und durch seine gute Vernetzung kennt er Kuhnlein, dessen Werke auf der ganzen Welt ausgestellt werden. Ergänzt wird diese Ausstellung, die am Freitag, 18. Mai, um 18.30 Uhr eröffnet wird, durch Bilder von der Bremerin Irmtraut Fliege. Mit Materialien wie Wachs, Holzleim oder Draht, meistens aufgeschichtet auf Zeitungspapier, schafft sie eine ausgewogenen, ruhige Körperwelt. „Diese Arbeiten ergänzen die Figuren von Kuhnlein, der selbst keine Skizzen anfertigt, die wir hätten präsentieren können“, so Giesen. Diese Ausstellung ist bis einschließlich 21. Juni in der „Galerie am Stall“ zu sehen.

Professor stellt aus

Nach der Sommerpause, ab 14. August bis Ende September, zeigt ein Kunstprofessor aus Augsburg seine Werke in der Gemeinde Hude. Der 79-jährige Georg Bernhard sei ein „begnadeter Zeichner“, urteilt Giesen. Die Besucher sehen neben Zeichnungen auch Grafiken. Der Augsburger beschäftigt sich mit griechischer Mythologie und mit der Renaissance. „Trotz seines Alters ist er ein sehr moderner Mensch“, weiß der Wahl-Kirchkimmer.

Rheinisches Flair

Bernhard ist nicht der älteste Künstler, der seine Arbeiten in diesem Jahr in der „Galerie am Stall“ präsentiert. Ende Oktober zieht rheinischen Flair in das Bauernhaus. Der 87-jährige Hans Dumler aus Köln stellt Druckgrafiken und Leinwandmalerei aus. „Seine Arbeiten sind sehr stark grafisch beeinflusst, er malt aber von Landschaft über Menschen und Tiere bis hin zu Gegenständen alles, was ihm vors Auge kommt“, sagt Giesen, der es bewundernswert findet, dass sich Dumler immer wieder neu erfindet. „Und das noch in diesem Alter.“ Die Arbeiten des 87-Jährigen sind bis kurz vor Weihnachten in Kirchkimmen zu besichtigen.

Mehr Informationen über Ausstellungen in der „Galerie am Stall“ gibt es im Internet.

www.galerie-am-stall.de