KIRCHKIMMEN - KIRCHKIMMEN/PB - Zu einem Brummkreiselwettbewerb hatte der Wildeshauser Brummkreiselverein am Ostersonntag in das „Kleine Museum“ in Kirchkimmen eingeladen. In diesem beschaulichen Dorfmuseum, das die vielfältige Geschichte der im Jahre 1234 erstmals erwähnten Bauerschaft Kirchkimmen mit historischen Fotos, Karten und bäuerlichem Gerät präsentiert, wird seit geraumer Zeit auch eine Sonderausstellung mit Objekten des einzigen Brummkreiselvereins Deutschlands gezeigt. Mehr als 250 Modelle dieses beliebten Kinderspielzeugs aus der Sammlung der Vereinsmitglieder sind hier zu bewundern. Die Brummkreisel stammen aus verschiedenen Regionen der Welt, das Gros der Sammlung komme jedoch aus deutschen Landen, erklärte der Vorsitzende Heinrich Boning, der in Kreisen seiner Sammlerkollegen als Zeremonienmeister tituliert wird.

Das uralte Kinderspiel Brummkreisel passt in das Ausstellungskonzept des Dorfmuseums. „Wir wollen, dass alte, heimatbezogene Tradition, Erinnerungsstücke oder Gebrauchsgegenstände nicht in Vergessenheit geraten“, erklärte die Eigentümerin des Museums, Imme Schulte Strathaus. Über einen großen Zulauf freute sie sich im vergangenen Jahr, als die Sonderausstellung „Spinnräder“ viele Menschen von nah und fern angelockt hatte, davor waren es alte Landmaschinen und Notgeldserien. „So konnten wir in unseren Räumen vor zwei Jahren 1500 Besucher und im vergangenen Jahr 1300 Besucher begrüßen. Jetzt hat die Brummkreisel-Ausstellung schon 315 Besucher bewogen, das Kirchkimmer Museum zu besuchen, seit es am 24. März geöffnet wurde“, zog die Museumsleiterin zufrieden Bilanz.

Neben den interessierten Tagesgästen kamen am Ostersonntag auch viele Eltern mit ihren Kindern, die Gelegenheit bekamen, sich mit der Kreiseltechnik vertraut zu machen und den kleinen Holzkegel mit Peitschenschlägen in Bewegung zu halten. Für die Kleinsten gab es einen süßen österlichen Trostpreis, und wer den Kegel 30 Sekunden rotieren ließ, konnte ein mit Süßigkeiten gefülltes großes Osterei in Empfang nehmen. Für eine überzeugende Leistung erhielten geschickte Peitschenschläger eine rote Hudefix-Figur oder das Buch „Die Häschenschule“.

Im Museumshaus Kimmen wird die Brummkreisel-Ausstellung noch bis Ende April während der Öffnungszeiten mittwochs, sonnabends und sonntags von 15 bis 17 Uhr zu sehen sein.