KIRCHKIMMEN - Der Privatgarten am Stünkelweg hat wieder für Besucher geöffnet. Auf 1,5 Hektar gibt es viel zu entdecken.
Von Katrin Bendel
KIRCHKIMMEN - Eigentlich sieht der Privatgarten von Hilde und Horst Stünkel in Kirchkimmen eher aus wie ein Park. Vielleicht liegt es an der 1,5 Hektar großen Fläche. Glatt verlaufen könnte man sich hier, wenn man sich nicht auskennt. Deshalb hat Horst Stünkel Schilder aufgestellt, die den Besuchern die Wege für verschiedene Rundgänge weisen. „Damit die Leute auch wirklich alles sehen“, erklärt der 72-Jährige. „Stünkels Gartenparadies“, das jetzt mit der ersten Besuchergruppe des Jahres die Saison eröffnet hat, ist nicht nur sein Lebenswerk, sondern auch das seiner Frau Hilde, wie Horst Stünkel betont. Alles, was hier grünt und blüht, haben sie zusammen geschaffen.Kaum vorstellbar, dass dieses Gartenparadies früher Acker- und Weideland war. Horst Stünkel hat das Land von seinem Vater geerbt. Schon 1955 hat er hier die ersten Pflanzen gesetzt. Buchsbäume haben es den beiden Stünkels besonders angetan. In allen möglichen Formen sind sie überall im Garten zu finden und werden von den Besitzern auch selbst vermehrt. „Der Garten macht süchtig, er ist wie ein Lebenselixier“, sagt Hilde Stünkel. Auch die vier Töchter des Paares kommen gern hierher. Kein Wunder. Mehrere Teiche mit Goldfischen und Koikarpfen und einem plätschernden Wasserlauf sorgen für eine entspannte Atmosphäre. Überall laden verschiedene Sitzecken zum Verweilen ein, ziehen skurrile Holzskulpturen von Horst Stünkel die Blicke auf sich. Zahlreiche Rhododendren werden
demnächst für noch mehr Farbenpracht sorgen.
Auch eine kleine Kapelle gehört zum Gartenparadies. Außerdem gibt es in der Waldhütte für bis zu 20 und in einer Art Gewächshaus für bis zu 70 Besucher Platz zum Aufenthalt und Sitzgelegenheiten – praktisch, wenn es mal regnet oder eine Besuchergruppe ein Picknick einschieben möchte. Im „Japanischen Garten“ sorgen Bonsais, Bambus und ein japanischer Ahorn für asiatisches Flair.
Ganz neu angelegt hat Horst Stünkel einen Senkgarten mit Buchsbäumen, Immergrün, Lungenkraut und Potentilla. Ein besonderes Highlight sind die Überreste einer 600 Jahre alten Eiche, die er kunstvoll in Schnitzarbeit verziert und unter einer selbst gebauten Überdachung mit Beleuchtung ausgestellt hat. Aus einem alten Kriegerdenkmalstein, der nicht mehr gebraucht wurde, hat er einen Tisch und um ihn herum Holzbänke gebaut. Immer wieder fällt ihm oder seiner Frau etwas Neues ein. Langweilig wird es den beiden nie – auch nicht bei Regenwetter.
Feste Öffnungszeiten hat „Stünkels Gartenparadies“ nicht. Besuchergruppen sollten sich unter 04408/6854 anmelden. Der Eintritt mit Führung kostet 2,50 Euro.
