KIRCHKIMMEN - Wie steile grüne Hügel erheben sich mächtige Buchsbäume im Garten von Hilde und Horst Stünkel. Rote und gelbe Tulpen neigen sich durch das Gewicht ihrer Blüten leicht zur Seite. Goldfische und Koi wirbeln die Wasserfläche im Teich beim Ringen um Futter auf. Ein Rhododendron steht bereits in rosaroter Blütenpracht – wenn man das Reich des Ehepaars Stünkel in Kirchkimmen durch einen steinernen Torbogen betritt, ist es ein klein wenig, als würde sich eine andere Welt auftun.

Die farbenprächtigen Eindrücke und vielseitigen Formen wogen über den Besucher hinweg. Der Alltag fällt in Sekundenbruchteilen ab und weicht der Begeisterung für dieses harmonische Refugium. Den Namen „Stünkels Gartenparadies“ verdient das zwei Hektar große Grundstück mit Recht. Was dort in jahrzehntelanger liebevoller Pflanzenversessenheit entstanden ist, ist wahrlich ein Paradies.

Zu den Höhepunkten dürften deshalb die Teilnehmer der Huder Gartenerlebnisse 2008 den Besuch bei Hilde und Horst Stünkel zählen. Der erste Termin für geführte Touren durch heimische Gärten ist am Wochenende 3./4. Mai. Es folgen weitere am 5. und 6. Juli sowie am 11. und 12. Oktober. Die Stünkels jedenfalls freuen sich auf ihre Gäste. Gerne erzählt Horst Stünkel Anekdoten zur Entstehung des Gartens und gibt hilfreiche Tipps zur Pflege von Buchsbäumen. Charmant-spitzbübisch liefert der 74-Jährige nicht nur Informationen, sondern bietet auch Unterhaltung. Er erzählt, wie er seine Frau Hilde am Genfer See kennen gelernt und sie zur kirchlichen Hochzeit in seine Heimat Hude gebracht hat. 1972 zog das Paar nach Kirchkimmen. Wo heute das Gartenparadies ist, war anfangs nur Brachland. Jetzt leben mehr als 30 Vogelarten auf dem Gelände, darunter drei Waldohreulen, die sich im japanischen Garten niedergelassen haben.

„Sind die echt?“, ist hingegen eine Frage, die Besucher immer beim Anblick der Zitronenbäume im Wintergarten der Stünkels stellen: Groß und schwer hängen die Früchte an den dünnen Ästen. Im kleinen Wald hinter dem Haus steht der wuchtige Stamm einer 800 Jahre alten Eiche. Rechts daran vorbei gelangt der Besucher zu einem Torbogen, der mit Kletterrosen in verschiedenen Farben begrünt ist und spätestens bei den Sommertouren seinen schweren Duft verbreiten wird.

Unter einem Dach von Schwarzkiefern hindurch führt der Weg weiter, bis er schließlich an einer Kapelle endet. „Für meine Frau hab’ ich die gebaut“, so Stünkel.

www.gartenparadies-stuenkel.de www.touristik-palette-hude.de

Diese Serie stellt grüne Oasen in der Gemeinde vor, die im Rahmen der Huder Gartenerlebnisse 2008 bei geführten Touren besucht werden.