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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Literatur: Frauen beim Wettlesen erstmals in der Überzahl

26.06.2019

Klagenfurt Einer hat noch gar nichts Literarisches veröffentlicht, einige andere reisen mit der Erfahrung von mehreren Romanen nach Klagenfurt. Das Wettlesen um den Bachmann-Preis bei den 43. Tagen der deutschsprachigen Literatur verspricht dieses Jahr eine große Bandbreite. 14 Autorinnen und Autoren treten ab Donnerstag an, darunter auch fünf Deutsche, die auf einen der fünf Preise hoffen. Eine weitere Besonderheit: Dieses Jahr sind erstmals mehr Frauen bei dem renommierten Wettbewerb dabei als Männer.

Besonders viele Blicke richteten sich in den vergangenen Tagen schon auf den 22-jährigen Daniel Heitzler, der bisher nicht einen einzigen Satz publiziert hat. „Der Wunsch zu schreiben, kam Hand in Hand mit der Lust am Lesen“, erzählte Heitzler der dpa. „Ich war nicht nur von den Helden selbst angetan, sondern auch von den Autoren.“ Heitzler tritt unter anderen gegen den Schweizer Schriftsteller Tom Kummer (58) an, der in seiner Karriere Promi-Interviews erfunden hat und sich zuletzt 2016 mit Plagiatsvorwürfen konfrontiert sah.

Eröffnet werden die Literaturtage am Mittwochabend mit einer Rede des Schriftstellers Clemens J. Setz, der 2008 selbst beim Bachmann-Preis antrat und sich mit der Novelle „Die Waage“ den Ernst-Willner-Preis sichern konnte. Sein Text damals handelte vom „Grundhorror des Vermessen-Werdens“, wie einer der Juroren befand.

Das Wettlesen beginnt am Donnerstagmorgen. Die Kandidaten haben jeweils 25 Minuten Zeit, um ihre Texte vorzutragen. Aus Deutschland treten neben Heitzler der in Bamberg lebende Martin Beyer, Yannic Han Biao Federer aus Köln, Ronya Othmann, die am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig studiert, sowie die in Berlin lebende Katharina Schultens an. Die Entscheidung über den Träger des mit 25 000 Euro dotierten Preises fällt am Sonntag.

2018 war der nach der österreichischen Dichterin Ingeborg Bachmann (1926–1973) benannte Preis an Tanja Maljartschuk gegangen, die erst seit 2014 auf Deutsch schreibt und nach ihrem Erfolg bereits einen neuen Roman veröffentlicht hat. In „Blauwal der Erinnerung“ schreibt die ukrainische Autorin über einen vergessenen Volkshelden und darüber, was es heißt, wenn die eigene Identität aus Angst, Gehorsamkeit und Vergessen besteht.

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