Bösel - Im Rahmen der Sommerkirche hat die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Friesoythe-Saterland-Bösel am Sonnabend zu einem Abendgottesdienst in die Auferstehungskirche in Bösel eingeladen. Dabei informierte die Böseler Künstlerin Ute Berger über ihre Techniken beim Malen und gab Einblicke in ihr Bild „Am Strand“ aus der Ausstellung „Akt und Landschaft“.
Um ihre Leidenschaft zur Kunst der Kirchengemeinde näher zu bringen, brachte Ute Berger einige Utensilien mit. Mit im Gepäck hatte sie einen kleinen Block. Diesen nimmt sie mit, wenn sie unterwegs ist. Ihre Eindrücke und Ideen verarbeitet sie dann in einem kleinen Skript. Diese Skizze nutzt sie später als Vorlage für ein größeres Werk. Sie erklärte, dass sie in der abstrakten Kunst zu Hause sei. Früher habe sie ihr Vater oftmals mit an die Nordseeküste genommen, daher sei die Vorliebe zu Landschaftsbildern entstanden. „Ich male das, was mich anspricht“, erläuterte die Künstlerin. Bei der Malerei komme sie zur Ruhe und habe viel Freude bei der Arbeit.
Bergers Bilder zeigen ihre Liebe zu klaren Linien. Sie erklärte, dass waagerechte Linien Ruhe aussprechen, senkrechte Linien Festigkeit zeigen und diagonale Bewegung ins Bild bringen würden. Farbe setze sie beispielsweise mit einer Pipette ins Bild, die mit Tusche gefüllt ist. Über der Badewanne lasse sie dann auch gerne einmal Wasser über das Bild laufen, um die Farbe verlaufen zu lassen.
In ihrem Werk „Am Strand“ seien auf dem ersten Blick Pfähle zu sehen. Alte Pfähle am Strand, die allerdings noch gerade stehen. „Es könnte vielleicht mal ein Podest gewesen sein, auf dem Rettungsschwimmer waren“, erläuterte Berger. Im Hintergrund ist eine Gruppe von Spaziergängern zu sehen. Ebenfalls könne man das Meer, Spuren im Sand und die Sonne erkennen.
Passende Gedanken aus der Bibel brachte anschließend Pfarrerin Meike von Kajdacsy den Besuchern näher. Nach der Messe wurde zu einem kleinen Sommerfest im Garten hinter der Kirche eingeladen. Bei einem netten Beisammensein gab es zum Abschluss gegrillte Leckereien.
