Tossens - Fünf Tage lang hatten sich Lehrkräfte und Schüler der Tossenser Zinzendorfschule sowie externe Projektleiter, darunter auch Besucher aus Tansania und Ghana, mit verschiedensten Aspekten des Lebens in Afrika auseinandergesetzt. Zum Abschluss waren Eltern, Verwandte und Freunde zum Schulfest geladen

Gemeinsam mit Gisela Baars organisierte Stephanie Tönjes, die auch federführend an der Projektwochenplanung teilgenommen hatte, das Fest. Die Wettervorhersage hatte bedenklich geklungen, zumal mehrere Programmpunkte im Freien stattfinden sollten. Bis auf vorübergehende, wenig ergiebige Schauer störte das tatsächliche Wetter allerdings überhaupt nicht, zumal es sehr warm blieb.

Entsprechend konnten die zahlreichen Besucher erleben, wie Seifenblasen „gebaut“ wurden, konnten vor der wunderschönen Laubhütte aus Weidenästen und -zweigen leckere afrikanische Tomatensuppe oder über Holzfeuer geröstete Maiskolben genießen. Auch das Eis schmeckte und die Kaltgetränke unter dem Pavillon erfrischten aufs Angenehmste.

Wer mochte, konnte sich auf einem Schulhof auf dem Fahrradparcours erproben oder sich in den trockenen Wetterphasen einfach mit Bekannten irgendwo in das grüne Schulgelände setzen und reden.

In den Schulgebäuden der weitläufigen Schule galt es, einen regelrechten Besichtigungsmarathon zu bewältigen. Geboten wurden: „Handy und Internet in Afrika“ – Rechercheergebnisse und Powerpointpräsentation; „Button Factory“ – Buttons zum Selbermachen oder auf Bestellung; „Mathematicum“ – Ergebnisse des Mathe-Unterrichts in Klasse 5; (mehrere Räume): „Fluchtweg“ für afrikanische Flüchtlinge durch den deutschen Behördendschungel; „Ägypten/Mumien“ – Ausstellung und Arbeitsbeschreibung; „Tiere der Savanne“ – Mitmachtisch; „Afrikanischer Schmuck“ – Verkauf, Mitmachtisch, Zöpfe flechten; „Aus alt mach neu“ - Ausstellung Spielzeug aus Müll; „Südafrika“ – Dokumentation; „Ein Grünes Buch entsteht“; neu eingerichtete „Schülerbibliothek“ mit Bücherflohmarkt; „Afrika und deine Kunst“ – Ausstellung und Mitmachtisch; „Kalimbas“ – Musikinstrumente selbst gebaut, Ausstellung und Bauanleitung; „Die Wüste lebt“ - Ausstellung und Einführung in das Binden eines Turbans sowie die fantastische Rauminstallation: „Wüste, Steppe, Tropen“, die einen Klassenraum in ein (kleines) Klimahaus verwandelte.

In der Aula lief ein gemischtes Unterhaltungsprogramm mit viel Musik, Vortrag und Rollenspiel, während in der Turnhalle unter anderem afrikanischer Tanz bewundert werden konnte.

Gegen Erschöpfung half nun der leckere Kuchen mit einer Tasse Kaffee aus der Mensa oder eine der mittlerweile fertig gegrillten Würste. Es verwundert kaum, dass viele Besucher sich entschlossen, auch nach dem offiziellen Ende des Schulfestes noch zu verweilen. Erst ein massiver Regenguss leerte das Schulgelände endgültig.