Hude - Zum vierten Mal in Folge auf Anhieb auf Platz eins. Klaus-Peter Wolf stürmt auch mit seinem Roman „Ostfriesentod“ die Spiegel-Bestsellerliste. Ein Phänomen, das sich der Autor selbst kaum erklären kann. Es gebe eine tiefe Fanbindung, sagte er im Gespräch mit der NWZ. Deshalb mache es auch so unheimlich viel Spaß, auf Lesereise zu gehen. Unendlich viele Termine sind es auch dieses Mal, die den Erfolgsautor gemeinsam mit seiner Frau, der Liedermacherin Bettina Göschl, kreuz und quer durch die Republik führen. Immer dicht dran an den Fans. „Ich mache das gerne“, sagt er. Das sei für ihn Adrenalin pur.
Am Freitag, 26. Mai, sind Wolf und Göschl im Forum der Huder Peter-Ustinov-Schule ab 19.30 Uhr live zu erleben. Er wird aus seinem neuen Roman lesen. Bettina Göschl würzt den Abend mit Krimiliedern aus ihrer CD „Ostfriesenblues“. Veranstalter ist die Huder Buchhandlung Lesen & Mehr.
Schon mehrfach in Hude
Klaus-Peter Wolf ist nicht das erste Mal in Hude. Und der Klosterort hat ihn auch schon inspiriert. So hat sich im Krimi „Ostfriesenschwur“ ein irrer Serienmörder den schlafenden Riesen am Skulpturenufer von Bildhauer Wolf E. Schultz für ein schauriges Finale ausgesucht.
Bei einem Spaziergang seien er und seine Frau zufällig auf das Skulpturenufer gestoßen, so Wolf. „Das müssen mehr Menschen sehen“, habe er sich gesagt. Und so betreibt er immer auch ein bisschen touristische Werbung für Ostfriesland und das Umland.
Aber zurück zum aktuellen Roman um die ostfriesische Kultkommissarin Ann Kathrin Klaasen: Ihr elfter Fall bringt sie an den Rand des Wahnsinns. Die Kommissarin gerät unter Mordverdacht. Sie soll eine Frau erschossen haben. Mit ihrer eigenen Dienstwaffe. Die Beweise sind erdrückend.
Jemand verübt in ihrem Namen Straftaten und will sie vernichten...
Allein mehr als vier Millionen Exemplare seiner Ostfriesenkrimis hat Wolf verkauft. Bücher und Filme des Wahl-Ostfriesen wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Das ZDF verfilmt derzeit seine Krimis.
Noch ganz frisch ist die jüngste Auszeichnung: Am 27. März erhielt Wolf auf dem Münchner Krimifestival für seinen Roman „Ostfriesenschwur“ aus 2016 den Publikumspreis „MIMI“. „Darüber freue ich mich riesig, denn das ist ein Preis des Buchhandels und der Leser und nicht der Kritiker“, sagt der Autor.
Neuer Serienkiller
Und wie geht’s weiter? – Natürlich werde er in Hude auch schon ein bisschen erzählen über sein neues Buch um den Serienkiller Dr. Sommerfeldt, das im Juni erscheine. Eine verrückte Geschichte, komplett erzählt ausschließlich aus der Sicht des Killers. Und wer jagt diesen Mann? – Natürlich Ann Kathrin Klaasen. Aber auch die Ann-Kathrin-Klaasen-Reihe wird fortgesetzt. Band 12 mit dem Titel „Ostfriesenfluch“ werde am 8. Februar 2018 erscheinen, so Klaus-Peter Wolf.
