KLEIN IPPENER - Er gilt als wortwitziger und brillanter Redner: Mit dem früheren Hannoverschen Landesbischof Horst Hirschler hat die Kirchen-Stiftung Harpstedt für ihr drittes Stiftungsmahl wieder einen prominenten Redner gewinnen können. Am Donnerstag, 26. Mai, gibt es vor Hirschlers Festrede aber zunächst wieder ein üppiges Spargelbüfett in „Hackfelds Dorfkrug“ in Klein Ippener.
Der heute 77 Jahre alte Hirschler gelangte nach einer Elektrikerlehre über den zweiten Bildungsweg ins Pfarramt in Lüneburg. Im Schülerpfarramt in Hannover setzte er landesweit Akzente und leitete später das Predigerseminar Loccum, wo künftige Pastoren die praktische Ausbildung genießen. Hirschlers Schwerpunkt – auch in späteren Büchern – war das Predigen, was er bis heute gern macht. Auch in Harpstedt hielt er 2008 eine tiefgründige, mit vielen Geschichten und witzigen Begebenheiten gespickte Predigt.
Bis 1988 war der Vater von vier Söhnen Landessuperintendent, also Regionalbischof, in Göttingen, bis er dann zum Landesbischof der größten evangelischen Landeskirche in Deutschland gewählt wurde. Neben seinem Amt als Bischof der Hannoverschen Kirche wirkte er sieben Jahre als einer der Vizepräsidenten des lutherischen Weltbundes, von 1993 bis zu seiner Pensionierung 1999 leitete der Lutherkenner den Verband lutherischer Kirchen in Deutschland. Auf Bundesebene war er neun Jahre Mitglied des Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und von 1991 bis 1997 Mitglied des Rates der EKD. Seit 2000 ist er Abt des evangelischen Zisterzienserklosters in Loccum, das einen eigenen Konvent, aber keine Mönche hat. Beim Stiftungsmahl lautet sein Thema: „Wer Gott nicht denkt, lebt unter seinem Niveau“.
Die Festgäste des Stiftungsmahls erwartet ab 19 Uhr nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden des Kuratoriums der Kirchen-Stiftung, Dieter Claußen, sowie Liedern des Gemischten Chores Harpstedt unter Leitung von Steffen Akkermann zunächst ein reichliches Büfett. Neben Fleisch und Spargel, vielen Beilagen und Salaten soll auch ein Nachtischbüfett mit dem beliebten Schokoladenbrunnen nicht fehlen.
Nach der Festrede Hirschlers besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Im Anschluss wird Gastwirt Dieter Winkler den Ertrag des Mahls mitteilen und symbolisch einen Scheck überreichen. Winkler spendet mehr als ein Drittel der Einnahmen, und zwar auch von den zusätzlichen Getränken. Die Kirchen-Stiftung kann auf einen erfreulichen Erlös bauen, zumal noch bis Ende Juni alle Erträge, also auch diese Spende, von der Landeskirche 1 zu 2 bonifiziert werden; so fließt noch mal zusätzlich die Hälfte in den Kapitalstock der Stiftung, der zurzeit der 200 000-Euro-Grenze entgegenwächst.
Platz-Karten fürs Stiftungsmahl sind erhältlich im Kirchenbüro, I. Kirchstr. 2 in Harpstedt, für 25 Euro (montags, dienstags, donnerstags, freitags von 9 bis 11 Uhr, donnerstags auch von 17 bis 18 Uhr ). Bestellungen sind dort möglich unter Tel. 04244/452.
