Wüsting - „Das goldene Ding fand ich am besten“, sagte der siebenjährige Helge aus der 1a nach dem Musikstück, das Johannes Epremian und Yves Gueit am Dienstag in der Grundschule Wüsting aufführten. Alle Namen der verschiedenen Blasinstrumente blieben den Mädchen und Jungen offenbar nicht in Erinnerung – bei dem goldenen Ding handelte es sich um ein Saxofon – doch viel gelernt haben sie trotzdem.

Spielerisch brachten Epremian und Gueit, die eigentlich Musiker der Band „Le Clou“ sind, den Schülern die verschiedenen Instrumente näher. Alles verpackt in ein musikalisches Märchen: Die kleine Blockflöte Bella C-Flöte macht sich auf die Suche nach ihren „Artgenossen“. Auf ihrer Reise begegnen ihr eine Klarinette, das Saxofon, verschiedene Blockflöten und solch exotische Instrumente wie das Gemshorn, die irische Tin-Whistle oder die Okarina.

„Durch das Stück wollen wir den Grundschülern ein Verhältnis zu den Blasinstrumenten insgesamt vermitteln und sie an die theaterähnliche Situation heranführen“, erklärte Johannes Epremian.

Das Stück „Die kleine Blockflöte geht auf Reisen“, haben die Musiker vor acht Jahren geschrieben und es inzwischen 700 Mal aufgeführt, dennoch sei die Arbeit mit Kindern immer eine Freude und eine große Herausforderung, sagte Epremian. „Wir haben festgestellt, dass Kinder gnadenlos sein können“, sagte der Musiker, und weiter: „Ich bin in der Geschichte der Erzähler, und wenn ich einmal die Zügel aus der Hand gebe, drehen sie mich durch den Fleischwolf.“

Bei der Vorstellung in der Grundschule Wüsting klappte aber alles wunderbar. Die Begeisterung der Kinder ließ sich deutlich an den Zugabe-Rufen ablesen. Die sechsjährige Angelika aus der 1b hatte die kleine Blockflöte am meisten beeindruckt, „weil die so schön klingt.“ Organisiert hatte den Besuch Musiklehrerin Karin Tellmann. Insgesamt 160 Kinder sahen die zwei Vorstellungen in der Turnhalle der Schule.