Großenkneten/Evergem - Manchmal sind es die kleinen Gesten, die zeigen, wie groß eine Partnerschaft geworden ist. So ein Erlebnis hatten die 22 Großenkneter bei ihrem Besuch am Wochenende im belgischen Evergem zum 40-jährigen Bestehen der Partnerschaft. Da stießen sie auf das Schild mit dem Namen „Großenkneten-Straat“. Weitere Orte der Gemeinde Großenkneten sollen im künftigen Baugebiet als Namensgeber folgen. „Eine superschöne Idee“, so Antje Oltmanns, Amtsleiterin im Rathaus und zuständig für Partnerschaftsangelegenheiten, über den künftigen Kneter Schilderwald in Evergem.
Wie gut diese Partnerschaft funktioniert, dafür waren die drei Tage ein weiterer Beleg. „Der Besuch war sehr gut, wir sind super herzlich aufgenommen worden“, so Oltmanns, über die drei Tage in Evergem. So hatte es auch Bürgermeister Thorsten Schmidtke beim festlichen Empfang im Restaurant „Prins Cardinael“ formuliert: „Wenn wir heute zurückblicken auf 40 Jahre Partnerschaft zwischen Evergem und Großenkneten, können wir feststellen, dass die Beziehungen immer stabiler, enger und verlässlicher geworden sind.“
Nach Sektempfang und Canapés genossen rund 60 Evergemer und 22 Kneter ein leckeres Menü. Evergems Bürgermeister Joeri De Maertelaere würdigte in seiner flämischen Rede, durchsetzt mit deutschen Passagen, ebenso die Partnerschaft im Zeichen der Völkerverständigung.
Erinnert wurde auch an die Begründer der Partnerschaft. Auf Kneter Seite konnten Heinz Heinsen und Herbert Wolff – zwei Männer der „ersten Stunde“ – leider nicht dabei sein, bedauerte Schmidtke. Dafür war mit Fred Löschau ein Zeitzeuge von 1974 mitgekommen, auch wenn er inzwischen in Bad Zwischenahn lebt. Er hatte noch einige Ordner mit alten Unterlagen mitgebracht, die ebenso wie die Fotoausstellung, von Gemeinde und Dirk Faß zusammengestellt, immer wieder gerne angeschaut wurden.
Hatten die Kneter ihr großes Bild vom Partnerschaftstreffen dabei, vertrauten die Evergemer auf eine Fahne als Präsent. Sie zeigt beide Gemeindewappen. Zudem bekamen alle Kneter einen Regenschirm, ebenso mit beiden Wappen.
Am Sonnabend stand zunächst Freizeit auf dem Programm. Der Ausflug ins nahe Gent war dabei durch starken Regen getrübt. Dafür war nachmittags das Wetter in Evergem umso schöner. Nach einer kleinen Einweihung der renovierten Bibliothek ging es in Gruppen auf eine Rallye, bei der es um die Sehenswürdigkeiten von Evergem ging. Wer mochte, konnte auch noch einen Herbstspaziergang anschließen. Abends gab es ein gemeinsames Abendessen im Koetshuis im Kastell van Wippelgem. Eine Tombola mit vielen Preisen führte zur intensiven Kontaktpflege, denn die Geschenke wurden vielfach getauscht.
Am Sonntagmorgen besichtigten die Kneter die Brauerei van Steenberge. Danach ein kleiner Abstecher zur Brauereimuseum. Um 14 Uhr galt es Abschied nehmen. Sechs Stunden später waren die Kneter wieder daheim.
Da machten sie sich schon die ersten Gedanken für das erste Septemberwochenende 2015 vom 4. bis 6. September. Dann geht es nämlich nach Evergem zum Partnerschaftstreffen in großer Runde. „Es läuft toll, aber man kann und muss immer weiter daran arbeiten“, sagte Maria Wübbeler, stellvertretende Vorsitzende des Partnerschaftsausschusses.
