Kirchhatten - Die „Kleine Hatter Blasmusik“ feiert am Sonntag, 2. November, ab 14 Uhr im „Schützenhof“ Kirchhatten ein kleines Jubiläum. Da man das zehnjährige Bestehen nicht gefeiert hat, soll dies nun nach 12,5 Jahren nachgeholt werden. Gemeinsam mit dem Heimat-und Verkehrsverein Kirchhatten findet ein Jubiläumskonzert unter dem Motto „Böhmisch trifft Platt“ statt. Flotte böhmische Weisen und plattdeutsche Döntjes im Wechsel sind zu hören. Auch der Landfrauenchor wird den Nachmittag musikalisch mitgestalten.

Aus einer Bierlaune heraus vor 14 Jahren auf dem Kirchhatter Schützenfest überlegten Barbara und Ulrich Gröne sowie Heide und Hans-Dieter Grotelüschen, ein Blasorchester in Kirchhatten ins Leben zu rufen. Schnell wurden im Kirchhatter Posaunenchor einige Bläser gefunden, um Titel wie „Kinderaugen“, „Bis bald auf Wiedersehn“, „Hohe Tannen“ und andere Stimmungsmacher einzuüben. Der erste Auftritt mit ganz viel Lampenfieber fand dann vor 13 Jahren auf dem Erntedankball statt. Großer Applaus und Zustimmung ermutigten die Musiker das Projekt weiterzuverfolgen. Es wurden Kontakte zu den Huder Musikanten geknüpft, die es aus altersbedingten Gründen heute leider nicht mehr gibt. Weitere Bläser wurden angesprochen und gefunden. Die Musiker einigten sich auf eine Musikrichtung (Böhmische Blasmusik nach dem Vorbild Ernst Mosch und seine Egerländer Musikanten) und auf einen einprägsamen Namen der Gruppe – Kleine Hatter Blasmusik.

Das Repertoire umfasst mittlerweile ca. 55 Stücke, die mehr oder weniger alle 14 Tage donnerstags von 20.30 Uhr bis 22 Uhr geprobt werden. Die Besetzung der Kleinen Hatter Blasmusik kann sich sehen lassen: zwei Tuben, eine Posaune, zwei Akkordeons, zwei zweite Flügelhörner, zwei erste Flügelhörner, vier Tenorhörner, ein Bariton, eine Flöte und zwei Schlagzeuge. Bei Auftritten liegt die die Besetzung meistens bei zehn bis zwölf Musikern. Auf eines verzichtet die Kleine Hatter Blasmusik übrigens im Vergleich zu seinem Vorbild: Gespielt wird ohne Dirigenten. Weitere Mitspieler sind willkommen, geprobt wird zwanglos.