Ramsloh - Stolz präsentiert der kleine Hannes Niehüser aus Ramsloh den Blumenkranz, den er zusammen mit seiner Oma gefertigt hat. Sein Opa ist derweil noch dabei, eine Flöte aus Eschenholz zu bauen. „Ich finde das gut hier“, sagt der fünfjährige Hannes, der den Blumenkranz auf seinem Kopf trägt.

Zusammen mit mehr als 90 anderen Kindern und Großeltern ist er am Donnerstagnachmittag zum Moorgut Koch in Ramsloh gekommen, um alte Bräuche kennen zu lernen. Und wem sind diese besser bekannt, als den eigenen Großeltern?

Diese zeigten ihren Enkeln, wie fingerfertig sie sind und bastelten mit ihnen zusammen Flöten und Kränze. Einige sprangen nach getaner Arbeit Springseil, liefen auf Dosen oder spielten Fangen. Für das leibliche Wohl war mit Würstchen vom Grill und Getränken gesorgt.

Ausgerichtet wurde der „Großelterntag“ vom katholischen St.-Jakobus-Kindergarten in Zusammenarbeit mit der saterfriesischen Arbeitsgemeinschaft. Dazu angemeldet hatte sich auch eine Kindergruppe der evangelischen Kirchengemeinde Idafehn. Sie besuchte das Moorgut im Rahmen ihrer Naturwoche.

Dieses Mal war auch ein besonderer Gast dabei: der Musiklehrer Herbert Bartmann aus Oldenburg, der alle mit seinem Dudelsackspiel erfreute. „Ich habe von dem Tag letztes Jahr aus der Zeitung erfahren. Ich stamme aus Ostfriesland und interessiere mich sehr für die ostfriesische und somit auch für die saterfriesische Kultur“, erklärte Bartmann sein Kommen.

Der „Großelterntag“ hat Enkeln und Großeltern gleichermaßen gut gefallen. „Ich finde das super schön hier beim Moorgut. Das ist eine ganz tolle Aktion“, sagte Maria Eilers, die mit ihrer Enkelin Marie (4) einen Blumenkranz gebastelt hat. „Zuerst hatte ich damit noch ein paar Probleme, aber langsam wird es“, sagte sie und lachte.

Seit über 15 Jahren wird der „Großelterntag“ veranstaltet. „Die Kinder sollen alte, kulturelle Dinge lernen“, sagte Wilhelmine Espeter vom Arbeitskreis Saterfriesisch, „uns liegt viel daran und wir freuen uns immer wieder, dass so viele Kinder mit ihren Großeltern kommen“.