Hude - N 53.07.109; E 008.27.274: So lauteten die mysteriösen Koordinaten des ersten Verstecks bei der Huder Ferienspaßaktion „Geocaching“. Neun Kinder hatten sich auf eine Art moderne Schnitzeljagd durch Hude und umzu begeben. Wo sich der erste Punkt ihrer Schatzsuche genau befindet, wussten die Acht- bis Zwölfjährigen zunächst nicht.
Suche nach kleinen Behältern
Beim „Geocaching“ suchen die Teilnehmer mit Hilfe von Koordinatenangaben und technischen Hilfsmitteln, wie Smartphone plus App oder GPS-Geräten, nach einem oder mehreren Verstecken, sogenannten „Geocaches“. In den Verstecken finden die Sucher dann Behälter, die Logbücher zum Eintragen der Namen und manchmal auch kleine Gegenstände enthalten. Diese wurden zuvor von Mitspielern versteckt.
Die Huder Kinder mussten bei ihrer modernen Schnitzeljagd an neun Stationen jeweils ein kleines Röhrchen finden. Dieses enthielt einen Zettel mit den Koordinaten für das nächste Versteck und ein kniffliges mathematisches Rätsel, das sie lösen mussten, um ihre Koordinatenangabe zu vervollständigen.
Nur zwei Hilfsmittel
Ihre einzigen Hilfsmittel, waren ein GPS-Empfänger und ein Zettel mit mehreren Hinweisen. So stellten sich die Acht- bis Zwölfjährigen immer wieder dicht gedrängt im Halbkreis um das GPS-Gerät und starrten gebannt auf die Anzeige. 61 Meter bis zum Ziel tauchte dort nach der Eingabe der ersten Koordinaten auf und dazu ein Kompass, der die Richtung vorgab. Gespannt, was sie an der ersten Station ihrer modernen Schatzsuche erwartet, waren die kleinen Schatzsucher losgestapft – aber nur kurz. Denn nach wenigen Schritten stellten sie fest, dass sie in die falsche Richtung gelaufen waren. Also hieß es, kehrt marsch und in die andere Richtung. „Aller Anfang ist schwer“, sagt Christoph Eichler (31), der die jungen Teilnehmer begleitete.
Am Zielort angekommen, machten sich die Kinder direkt auf die Suche nach dem kleinen Röhrchen, denn die GPS-Angabe sei nur bis auf zwei Meter genau, hatte ihnen Eichler zu Beginn erklärt. Der 31-Jährige, der in Hude aufgewachsen ist, hatte die Geocaching-Route für die Ferienspaßaktion extra entworfen. Das Röhrchen mit grünen Deckel fanden die jungen Schatzsucher unter einer Bank und auch das Rätsel war schnell gelöst. So konnten die neuen Koordinaten ins GPS-Gerät eingegeben werden und der Marsch zur nächsten Station – diesmal mehr als 400 Meter entfernt – fortgesetzt werden.
Am Ende ist der Schatz
Am Ende der knapp dreistündigen und sechs Kilometer langen Tour hatten die jungen Teilnehmer die neun Behälter gefunden, alle Rätsel gelöst und hielten eine Schatzkiste in Händen. Diese enthielt neben reichlich Süßigkeiten auch ein Logbuch, in dem sich die Kinder – typisch fürs Geocaching – mit ihren Namen eintrugen und es wieder für die nächsten Sucher zurücklegten. Die moderne Schatzsuche hat ihnen viel Spaß gemacht.
