Tossens - Insgesamt drei Mal haben die fünften Oberschulklassen an der Zinzendorfschule ihr brandneues Musical „Die kleinen Strolche“ aufgeführt. Es entstand nach der klassischen Stummfilmserie „Our Gang” oder „The Little Rascals”. Zwei Abendvorstellungen für Eltern und Gäste sowie eine Schülervorstellung absolvierten die Beteiligten an zwei Tagen in der Aula.
Besserer Umgang
An der Zinzendorf-Oberschule werden die ästhetischen Fächer, also Musik, Kunst und darstellendes Spiel, zusammengefasst unterrichtet. Das soll den sozialen Umgang der Schüler miteinander fördern und den Schülern einmal im Schuljahr in einer Bühnenproduktion Gelegenheit geben, sich zu präsentieren.
In diesem Jahr übten die Theaterpädagogin Conny Howell, assistiert von zwei Theaterpädagogikstudenten, ih-rem Sohn Bo Howell und Bernadette Wildegger, sowie der Musiklehrerin Ute Extra und der Kunstlehrerin Dorthe Arens mit insgesamt 52 Kindern „Die kleinen Strolche” ein.
Conny Howell bearbeitete die Vorlagen so, dass jedes der Kinder eine Bühnenidentität hatte und der Inhalt zeitgemäß zur Altersgruppe passte. „Es hat mehr als eine Stunde gedauert, bis ich 52 verschiedene Namen zusammenhatte”, gesteht Conny Howell. Ute Extra suchte die Musik aus und studierte den Gesang der Solisten und der Chöre ein. Dorthe Arens übernahm die Bühnengestaltung auf Grundlage des Bühnenbaus von Richard Howell, Bernadette Wildegger die Kostümierung der „Strolche” und der Mädchen.
Für die souverän eingesetzte Licht- und Tontechnik war ein Team von Schülern aus höheren Klassen verantwortlich.
Die Handlung des Musicals ist schnell zusammengefasst. Im Gegensatz zu den Dörfern und Städten der heutigen Zeit mangelt es der Bühnenstadt nicht an Kindern, und die gehören natürlich Gruppen an. Da gibt es „Die Weiberhasser” und „Die Gang” bei den Jungen sowie zwei namenlose Gruppen von Mädchen. Alle stecken in tollen Kostümen im Look der Zwanziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Mit dem anderen Geschlecht wollen sie jeweils gar nichts zu tun haben.
Nun droht aber dem örtlichen Tante-Emma-Laden das wirtschaftliche Aus. Das wollen alle Kinder verhindern, denn dort gehen sie gern Kleinigkeiten einkaufen. Den Frauenhassern scheint ein Flohmarkt mit entbehrlichen Besitztümern erfolgversprechend, eine Mädchengruppe will eine Talentshow mit Startgeld zum Geldsammeln nutzen. „Die Gang” wiederum möchte den Flohmarkterlös klauen.
Beim Flohmarkt sind ein Piratensäbel und eine Schatzkarte die attraktivsten Objekte. Eine Gruppe Jungen beschließt, den Schatz zu finden, um damit den Laden zu retten. Doch daraus wird nichts, denn ihnen wird die Karte gestohlen. Dem sofort herbeigeholten Detektiv Alpha-Alpha alias X10, dem besten Freund des Frauenhasser-Anführers, geschieht bei der Suche ein großes Missgeschick: Er verliebt sich in ein Mädchen!
Ihm wird der Frauenhasser-Prozess gemacht, doch die Strafe fällt glimpflich aus. Die verschwundene Schatzkarte war ohnehin eine Produktion des Frauenhasser-Chefs. Das Eis zwischen den Geschlechtern ist bald gebrochen, und Mädchen und Jungen beschließen, von nun als Freunde gemeinsam die Rettung des Tante-Emma-Ladens zu betreiben.
Titellied reißt mit
In die Handlung eingebettet sind Tänze, Lieder mit Solopartien und eine wilde Percussions-Nummer. Daniel Heiß rockt mit seiner E-Gitarre, und alle Kinder singen aus Leibeskräften. Natürlich bildet „The Little Rascals”, der Titelsong der Serie, das Finale, von allen mit viel Elan vorgetragen.
Schulleiterin Ellen Walther freute sich über den sichtbaren Erfolg des pädagogischen Konzepts und die tolle Aufführung und lobte die Darsteller wie auch deren Betreuer und Lehrerinnen. Conny Howell ließ jedem Kind als Anerkennung eine Rose überreichen.
