KLEINENSIEL - Evelin Ritter hat allen Grund zur Freude: Die Vorsitzende des Fördervereins Bronzezeithaus Hahnenknoop sowie Dr. Thomas Burgdorff, Leiter des Kommunikationszentrums des Kernkraftwerks Unterweser, präsentierten jetzt den neuen Flyer, mit dem für das Bronzezeithaus geworben wird. Den Druck hatte der Kraftwerksbetreiber Eon mit einer Spende in Höhe von 2000 Euro ermöglicht.

Das Geld ist gut angelegt. „Alle unsere Anstrengungen laufen ins Leere, wenn wir unser Angebot der vielfältigen Projektarbeiten nicht bekannt machen können“, betonte Evelin Ritter. Mit dem Faltblatt sei der Verein nun in der Lage, die Menschen anzusprechen. Es sei eine Voraussetzung geschaffen, sie zu erreichen und für das Projekt und das Anliegen des Vereins zu begeistern.

Rund 17 000 Leute haben das rekonstruierte Bronzezeithaus seit der Fertigstellung bislang besucht. Sie nehmen Teil an einer Reise in die Vergangenheit, die sie selbst mitgestalten können. Sie schlagen Feuer mit Sein und Zunder, stellen Jagdwaffen her, töpfern und brennen Gefäße. „Wir lassen die Besucher die Welt vor 3000 Jahren erleben“, merkte die Vorsitzende an.

Den Besuchern erschließt sich laut Evelin Ritter auf diese Art und Weise die bronzezeitliche Welt. Auch Themen wie Ernährung, Klima und Medizin kommen nach ihren Worten nicht zu kurz. Für Kinder- und Jugendgruppen stehen unterschiedliche altersgerechte Angebote zum Mitmachen zur Verfügung. Auch außerhalb der Schulzeit werden Mädchen und Jungen an die Geschichte herangeführt.

Den Kontakt mit dem Energiekonzern hatte der langjährige Vorsitzende des Fördervereins, Gerold Bartels, hergestellt. Bei Thomas Burgdorffs Vorgängerin Almut Gilcher fand er ein offenes Ohr für die Belange des Vereins.

Die älteste bekannte Marschensiedlung an der deutschen Nordseeküste war 1971 beim Bau des neuen Strohauser Sieltiefs entdeckt worden. Bei der ehemaligen Hahnenknooper Mühle in Hartwarderwurp stießen die Arbeiter auf zwei Hofstellen aus der jüngeren Bronzezeit.

Doch erst von 1997 bis 2001 war das Hauptgebäude einer dritten Hofstelle komplett freigelegt worden. Im Jahr 2005 hatte der Förderverein schließlich sein Ziel erreicht, das Bronzezeithaus aus der Zeit um 900 vor Christus mit EU-Fördermittel möglichst originalgetreu nachbauen zu lassen.