Rastede - Eine alte Aufnahme des Denkmalsplatzes in Rastede mit der St.-Ulrichs-Kirche im Hintergrund schickte Renate Dierks aus Bad Zwischenahn der NWZ für die Serie „Oldenburger Straße – Gestern und heute“. Im Vordergrund ist noch das alte Klinkerpflaster der Oldenburger Straße zu erkennen. Auch ein mächtiger Baum am Rande des Platzes ist zu sehen. Der Glockenturm der Kirche ist beinahe vollständig bewachsen.
Wann die Aufnahme entstanden ist, weiß Renate Dierks nicht. Sie fand das Original-Foto auf einer herausgetrennten Seite eines alten Fotoalbums. Eine grobe Orientierung liefert Rastedes Gemeindearchivarin Margarethe Pauly. Das Bild muss nach 1909 aufgenommen worden sein, weil sich am Kirchturm bereits die Uhr befindet. Die Archivarin schätzt, dass das Foto um 1920/1930 entstanden sein könnte.
Der Denkmalsplatz erhielt seinen Namen, nachdem Großherzog Nikolaus Friedrich Peter 1900 im Palais gestorben war und die Gemeinde ihm ein Denkmal am Platz vor der St.-Ulrichs-Kirche setzte. Wie Margarethe Pauly im Buch „Die Straßennamen der Gemeinde Rastede – 2. Teil“ schildert, wurde das Denkmal aus Findlingen aufgetürmt, wodurch allerdings ein anderes Denkmal zerstört wurde. Der größte Stein wurde nämlich am vorgeschichtlichen Steingrab „Alte Kapelle“ am Geestrand vor dem Ipweger Moor entnommen.
