Hude - Zu Astschere und Säge griffen am Mittwochvormittag freiwillige Helfer des Vereins der Freunde des Klosters Hude. Auf dem Areal der Klosterruine befreiten sie einige der steinernen, am Boden liegenden Überbleibsel der uralten ehemaligen Klostermauern von dem sie überwuchernden Bewuchs. Efeu und andere, schnellwachsende Sträucher, wie Holunder oder Esche, dringen mit ihren Wurzeln zwischen die Fugen. „Sie haben, wenn sie weiter wachsen, eine große Sprengkraft“, so Martin Gerdes-Röben von den Klosterfreunden.

Deshalb machen sich die Klosterfreunde einmal im Jahr an den Rückschnitt, um das Wachstum ein wenig einzudämmen und die am Boden liegenden Relikte vor einem weiteren Verfall zu schützen.

So ganz lässt sich allerdings nicht verhindern, dass sich auch die Natur auf dem historischen Gelände breitmacht. Das ist auch so gewollt. Wie Gerdes-Röben berichtete, empfinden Besucher der Klosterruine gerade auch die Verbindung von historischem Gemäuer und Natur als besonders wohltuend.

Im Mai beginnt die neue Saison an der Klosterruine. Dann ist auch das kleine Museum mit der Sammlung zur Klostergeschichte wieder jeden Sonnabend sowie an Sonn- und Feiertagen von 15 bis 17 Uhr bis in den Oktober hinein geöffnet. Auch nach Vereinbarung öffnen die Klosterfreunde ihr Museum. Ganzjährig werden nach telefonischer Absprache sachkundige Führungen angeboten, bei denen die Teilnehmer viel erfahren können über das ehemalige Zisterzienserkloster, das im Jahr 1232 gegründet wurde und in seiner Blütezeit ein wirtschaftlich, politisch und geistiges Zentrum im Osten der Grafschaft Oldenburg war.

Klaus Derke
Klaus Derke Redaktion Hude