Kneheim - Ein Hirschgeweih mit dem Kreuz und Früchte aus Wald und Feld schmückten die Kneheimer St. Michael-Kirche. Ein „Wachet auf, ihr Gesellen“, wie es im Jagdsignal „Das Hohe Wecken“ heißt, rief die Gottesdienstbesucher in die Kirche. Dann begann die Hubertusmesse, die die Jagdhornbläsergruppe des Hegerings Lastrup mitgestaltete, in der gut besetzten Kneheimer Kirche.
Dabei boten die Musiker neben Jagdsignalen wie der „Hegewaldfanfare“ von Paul Prager, die „Tannengrund-Fanfare“ von Kunibert Zirkel oder den „Jagdherrnruf“ zur Gabenbereitung auch mehrstimmige Stücke unterschiedlicher Komponisten wie das „Introitus“ von Joachim Walsch oder den Lastruper Hubertusmarsch. „Die Orgel sollte bei Hubertusmessen ausnahmsweise einmal zurücktreten, weil ja die Jagdhörner die Phasen der Messfeier begleiten und mit ihren im Gotteshaus ungewohnten Klängen eine Atmosphäre begünstigen, die diesem Gottesdienst das spezifische Gepräge gibt“, sieht Jagdhornbläser Jochen Keimer den Reiz einer Hubertusmesse.
„Es ist gut, dass wir zu bestimmten Zeiten daran erinnert werden, dass wir ein Teil der Schöpfung sind“, so Pfarrer Günter Mleziva, der dazu aufforderte, behutsam mit ihr umzugehen. Dazu gehöre Liebe zur Natur. „Alles soll wachsen und gedeihen. Wir können aber nicht alle Populationen sich ungeregelt verbreiten lassen. Jäger sind darauf bedacht, die Natur zu bewahren. Der Mensch ermöglicht eine gesunde Mischung. Es geht den Jägern nicht um den Nutzen am Jagdwild“, so Mleziva, der sich überzeugt zeigte, dass sich die Weidleute für den Erhalt der Schöpfung einsetzen. Als ein Beispiel nannte er die „wunderbaren Blühstreifen, die auf Initiative des Hegerings angelegt wurden“.
Mit dem Lastruper Hubertusmarsch klang der Gottesdienst aus. Von den vielen Besuchern, die aus der gesamten Gemeinde Lastrup nach Kneheim gekommen waren, erhielten die 18 Jagdhornbläser den verdienten Applaus.
