Düngstrup - „Ich kenne sämtliche Kneipen in Wildeshausen“, stellte Heinrich Boning am Freitagabend bei Schönherr auf der Jahreshauptversammlung des Heimatvereins Düngstrup selbstsicher fest. Dabei blätterte er in dem nun bereits in dritter Auflage vorliegenden Buch „Sie ließen keine Gelegenheit aus“. Inhaltlich eine Reise durch die Kneipenszene, wie sie sich in den 50er- und 60er-Jahren in Wildeshausen präsentierte. Gespickt mit Anekdoten, „Fachwissen“, Stammtischen und entsprechender Illustration. Darauf wies Mitherausgeber Alfred Panschar vor den Heimatvereinsmitgliedern in einer Einführung hin.

Doch bis Vorsitzender Hergen Stolle Platz für die unterhaltsame Lesung aus dem launigen Kneipenbuch machte, unterhielt er mit den neuesten Daten, Fakten und Entwicklungen aus dem Vereinsleben. Natürlich wieder auf Plattdeutsch, wie es in einem heimatverbundenen Verein zur Pflege der plattdeutschen Sprache gerne gesehen wird. Mit 18 Neumitgliedern stieg die Gesamtzahl auf beachtliche 520 Mitglieder.

Für Rolf Ellerhorst gab es als Gogericht-Fachmann neue Aufgaben im Vereinsvorstand. „Wir möchten gern einen Gogericht-Beauftragten einrichten“, erklärte Stolle und unterstrich damit die guten Kontakte Ellerhorsts. Er sei Gograf gewesen und auch Schöffe im Gogericht. Dem Vorschlag folgten alle Stimmberechtigten.

Neben dem Jahresrückblick mit Punkten wie Theatervorstellungen, Arbeitsdiensten, Tagesausflug nach Oldenburg, Teilnahme am Gogerichtstag, Schafkobenabend, Erntefest und der Dorfbereisung durch Kleinenkneten und Lohmühle, blickte Stolle auch auf Kommendes.

Am 16. Juni werden die Bauerschaften Thölstedt und Hesterhöge zur Dorfbereisung einladen. Eine Käse- und Wein-Party findet wieder in Bargloy am 8. Juli statt. Ein Ökumenischer Gottesdienst wird zugunsten des Orgelfördervereins veranstaltet, aber auch Theater und Erntefest stehen im Terminkalender.

Weiter führte Stolle aus, dass die Stadt Wildeshausen 2020 750 Jahre Stadtrecht hat. „Wir haben uns mit dem Festausschuss schon Gedanken gemacht und wollen ein außergewöhnliches Erntefest in der Stadt mit Erntedankmarkt rund um die Alexanderkirche, aber auch mit Ernteumzug und ökumenischem Gottesdienst veranstalten. „Sollte es aber zu wenig Unterstützung geben, wird dies nicht weiter verfolgt.“