Kräftig die Zähne zusammenbeißen musste Landrat Frank Eger in der vergangenen Woche. Obwohl er sich beim Familienurlaub in der Sächsischen Schweiz schon am ersten Tag beim Wandern auf dem berühmten Malerweg das Knie verdreht hatte, begleitete er Frau und Tochter auch in den nächsten Tagen tapfer bei den gemeinsamen Fußmärschen. Am Freitag dann, gerade zurück aus Dresden („da hatten wir sogar Schneetreiben“, so Eger), blieb wenig Zeit zur Erholung: Eine Hochzeitsfeier stand an, „die ging bis vier Uhr morgens“, berichtete der Landrat am Sonnabend bei der Eröffnung der Vereinschau des Ganderkeseer Kaninchenzuchtvereins I 25. Viel Zeit zum Verschnaufen in der Reithalle am Donnermoor hatte Frank Eger dann auch nicht – er war an dem Nachmittag schon zur nächsten Hochzeitsfeier geladen.
Gäste eingeladen hatten am Sonntag auch Inge und Rainer Dietrich: Mehrmals im Jahr bittet das Ehepaar Freunde und Bekannte zu einer privaten Vernissage in sein Wohnhaus an der Grüppenbührener Straße. Jetzt war wieder eine Reihe neuer Gemälde fertig und damit vorzeigbar: Um „Krimi erzählende Bilder“ ging es diesmal, denn Rainer Dietrich – der vor 35 Jahren mal Grafik-Design studiert, aber erst vor zwei Jahren wieder mit dem Malen begonnen hat – gibt sich und anderen gern ein Thema vor. Das nahm auch Seref Kececi, ein Freund der Familie, zum Anlass, ein paar Gemälde für die Privatgalerie anzufertigen. Apropos Familie: Herbert Dietrich, Steinmetz und Bildhauer, der eine Auswahl seiner Skulpturen im Garten zeigte, ist mit den Gastgebern nicht verwandt, noch verschwägert. Dem Thema angemessen, schaute auch der Krimi-Autor Kai Engelke aus Surwold bei den Dietrichs rein, und die Huder Buchhändlerin
Gerburg Schaller brachte eine Auswahl aktueller Krimis mit.
Gestalterisch tätig ist neuerdings auch Ganderkesees SPD-Ortsvereinsvorsitzender: Bei einem Bummel über den Flohmarkt kam Andreas Kowitz auf die Idee, selber Schmuck herzustellen. Am vergangenen Freitag eröffnete er zuhause in Rethorn eine Ausstellung seiner Kreationen. Auffallend rot war die Korallenkette, die Kowitz einer hübschen Testperson zu Demonstrationszwecken um den Hals legte. Trotz seiner Parteizugehörigkeit verarbeitet er aber bereitwillig auch andere Farben. Nahezu verdächtig anmuten mag in diesem Zusammenhang seine Schwäche für Lavasteine in den verschiedensten Formen. Diese dicken schwarzen Brocken nehmen einen nicht unbeträchtlichen Raum auf seinem Auslegetisch ein – sind aber letztlich um vieles leichter zu tragen, als ihr Anblick vermuten lässt.
DieAusstellung in den Kowitz’schen Kellerräumen soll für die nächste Zeit allen Interessierten zur Verfügung stehen. Egal welche Farbe – bei Anmeldung per Anruf oder Mail öffnet Kowitz jedem Interssierten gerne die Tür.
