Wardenburg - Mit einem ungewöhnlichen Benefizkonzert will die Eine-Welt-Gruppe Wardenburg weitere Unterstützung für ihre Hilfsprojekte in Nepal erzeugen.

Mit dabei sein wird der Gebärdenchor aus Oldenburg. Der 2009 gegründete Chor besteht aus Männern und Frauen. Der gemischte Chor ist auch hinsichtlich eines zweiten Kriteriums gemischt: seine Akteure setzten sich aus hörbeeinträchtigten bzw. tauben und hörenden Frauen und Männern zusammen. Kirchen-, Pop- und Kinderlieder hat der Chor für sein Repertoire einstudiert. Die Texte werden mit einer Choreographie aus lautsprachbegleitenden Gebärden oder in deutscher Gebärdensprache (DGS) sowie poetischen Bewegungen wiedergegeben.

Gehörlosigkeit ist im fernen Nepal ein besonderes Problem. Die eine Weltgruppe Wardenburg unterstützt seit Jahren ein Projekt in Siraha (Nepal), bei dem eine Kombination von medizinischer Hilfe, Gesundheitsaufklärung und Schulunterricht bis zum Erreichen des normalen Schulabschlusses angeboten wird. Kinder und Erwachsene aus dem ganzen Land erhalten hier im Gehörlosenzentrum auch den für die Verständigung wichtigen Gebärdenunterricht.

Das Benefizkonzert am Sonnabend, 28. September, beginnt um 16 Uhr im Wardenburger Rathaus. Neben dem Gebärdenchor sind auch mit dabei die Liedermacherin Sybille Gimon aus Sandhatten sowie die „Fischer Family“, die Mezzo-Sopranistin Irene Capelle aus Oldenburg, der Singer und Songwriter Johannes Bultmann aus Rastede sowie der Oldenburger Singkreis mit Sybille Gimon und Franz Benzmüller (Akkordeon). Ebenfalls sein Können demonstrieren wird im großen Saal des Rathauses der Inklusionschor „OL’Inklusive“. Die Leitung hat die Sandhatter Liedermacherin Sybille Gimon, die im Laufe des Nachmittags auch solo eine Kostprobe ihrer Kunst geben wird.

In der Konzertpause wird dem Publikum Kaffee und Kuchen gereicht. Außerdem zeigt der Eine-Welt-Laden handwerkliche Produkte aus Nepal. Die Veranstalter hoffen nicht nur wegen der Atmosphäre auf möglichst viele Besucher: Jeder an diesem Nachmittag gespendete Euro kommt, das sichert die Eine-Welt-Gruppe zu, zu 100 Prozent den Projekten zugute.