KONZERT
Mit „Los Santanos“ geht es auf nach Lateinamerika
Cloppenburg/BB Kuhglocken und Kongas erobern den „Briefkasten“. Zu Ehren des großen mexikanischen Gitarrengottes Carlos Santana machte die Band „Los Santanos“ am Sonnabend in Cloppenburg halt. Zu siebt drängten sich neben Gitarrist Marcus Hetzel und Sänger Norbert Munser noch ein Keyboarder, ein Bassist sowie die dreiköpfige Rhythmus- und Percussiongruppe, das Herzstück der Band, auf die kleine Bühne. Jack Panzo aus Angola an den Kongas, Luis Algaranaz aus Bolivien und Dirk Hessel aus Dresden standen nicht etwa im Schatten des Meisters an der Gitarre, sondern spielten sich mit solider Rhythmusarbeit und spektakulären Soli in den Vordergrund.
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Vom vorantreibenden „Oyo Como Va“ über das französisch angehauchte „Europa“ mit Akkordeoneinsatz bis zum legendären „Black Magic Woman“ und den Charterfolgen des letzten Albums „Supernatural“ powerte die Multi-Kulti-Truppe lateinamerikanische Rhythmen und herzzerreißende Gitarrensoli durch die Boxen. Den Platz auf und vor der Bühne nutzten nicht nur Sänger Munser, sondern auch einige heißblütige Cloppenburger zum Tanzen und Hüftwackeln. Und das, obwohl die Band mit sieben Mitgliedern für Santana-Verhältnisse unterbesetzt war. Die legendäre Band bestand während ihrer Hochzeit rund um das „Woodstock-Festival“ zeitweise auf bis zu zwei Dutzend Musikern.
Nach etwas mehr als zwei Stunden schweißtreibendem Programm folgten drei Zugaben, darunter auch das Eröffnungsstück „Oyo Como Va“. Dann verabschiedete sich die Band vom nicht großen, aber dafür restlos begeisterten Publikum.