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KONZERT Musiker beweisen eine schier unbändige Spielfreude

FRANK JACOB

Wildeshausen

– Das Konzept lautet: Es gibt kein Konzept. Das ist beim Jazz freilich nicht verwunderlich. Schließlich lebt dieser von der Improvisation. Im Gegensatz zur europäischer Kunstmusik, wo sich der Interpret den präzise notierten Kompositionen unterordnet, stehen beim Jazz Selbstausdruck und Charakter des Interpreten im Vordergrund.

Die „Four Stream Jazzband“ aus den Niederlanden trieb dieses Selbstverständnis am Freitagabend im historischen Wildeshauser Rathaussaal auf die Spitze. Wie Bandleader Hugo Jungen verriet, war das komplette Programm improvisiert. Der Pianist wählte den nächsten Titel aus einer rund 150 Songs umfassenden Liste aus, rief seinen sechs Bandkollegen den Namen des Stückes zu und los ging es – mit gehörigem Tempo.

Das begeisterte auch das Publikum, das den Saal zur Freude der gastgebenden „Jazzfreunde“ komplett füllte. Deren Vorsitzender Jörg Skrzippek sprach von einem überaus gelungenen Start in die neue Saison, und der 2. Vorsitzende Hans-Georg Kolloge meinte mit Blick auf die Besucherzahlen: „Wir haben beschlossen, dass das so bleibt in dieser Saison.“

„New Orleans Revival Jazz“ nennt sich die Stilrichtung, die die Four Stream Jazzband mit einer solchen Begeisterung spielte, dass der Funke umgehend auf die Zuhörer übersprang und diese schon beim ersten Titel Szenenapplaus spendierten. Bei Konzerten im Rathaussaal mit seiner „ehrwürdigen“ Atmosphäre kommt das eher seltener vor.

So lobte Bandleader Hugo Jungen denn auch schnell Saal und Zuhörer: „Das ist ein ganz toller Raum für diese Musik und ein tolles Publikum.“ Doch mit Worten hielt sich der Niederländer nicht lange auf. Weiter ging es mit Blues und Spirituals und immer wieder rasanten Soli der Bandmitglieder Dick Olij (Trompete und Gesang), Ton Nas (Klarinette und Saxophon), Jan Lebeesque (Posaune), Roeland Kolkmeijer (Banjo), Peter Anders (Stringbass) und Ton Kolkman (Schlagzeug). Die Musiker bewiesen schier unbändige Spielfreude.

Die musikalische Inspiration der Niederländer geht zurück bis in die 20-er Jahre. Insbesondere der Trompeter und Bandleader Kid Thomas und Klarinettist George Lewis sind die musikalischen Vorbilder der Band. Deshalb spielten die Musiker immer wieder Kompositionen ihrer Idole. Natürlich wurde auch hier fleißig improvisiert. Schließlich lautet das Konzept: Es gibt kein Konzept.

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