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KONZERT Von Jimi Hendrix inspiriert

Uli Jon Roth ist ein begnadeter und weltweit anerkannter Gitarrist.

Uli Jon Roth ist ein begnadeter und weltweit anerkannter Gitarrist.

Das Konzert findet am 29. November statt. Der Nordenhamer Drummer Michael Ehré ist Mitglied der Band.

Von ulrich schlüter

nwz:

Die Palette der Etiketten, die man im Laufe der Jahre für Sie gefunden hat, reicht von der „Letzten Legende des Rocks“ bis hin zum „Gitarren-Maestro“. Als was sehen Sie sich?

uli jon roth:

Als einer, der in keine Schublade passt. Ich war immer bestrebt, vielseitig zu sein. Daher finden sich in meinen Kompositionen unterschiedliche Stile. Auch Stücke von Bach, Mozart und Vivaldi sind darunter.

nwz:

Sie hatten die innovative Idee, Rock und Klassik zu verbinden. Haben Sie sich bereits vor Ihrer ersten eigenen Platte Earthquake, die 1978 erschienen ist, mit klassischer Musik befasst?

roth:

Bereits während meiner Zeit mit den Scorpions habe ich damit begonnen, Rock und Klassik für Gitarre zu verbinden. Das war ein großer, vorher noch nie dagewesener Schritt. In den 90er-Jahren habe ich zusammen mit dem Brüssler Symphonie-Orchester einige klassische Stücke eingespielt, bei einem Konzert in Detmold die Vier Jahreszeiten von Antonio Vivaldi aufgeführt.

nwz:

Spielen Sie schon immer Gitarre?

roth:

Als Kind habe ich Flöte gespielt und später Trompete gelernt. Hin und wieder komme ich noch dazu, Geige zu spielen. Das aber ist selten. Öfter sitze ich am Klavier und studiere die alten Meister. Gitarre spiele ich seit Ende der 60er-Jahre. Damals habe ich Jimi Hendrix im Beatclub gesehen und war fasziniert, wenngleich ich mich noch mit den Beatles befasste.

nwz:

Wer hat Sie maßgeblich inspiriert?

Roth:

Das war zweifellos Jimi Hendrix. 1969 habe ich ihn live in Hamburg erlebt. Das war ein großes, nachhaltiges Erwachen für mich.

nwz:

Wie äußert sich das in Ihrer Musik?

roth:

Ich gehe von Anfang an in die Tiefe, dringe in das Innere der Musik ein und versuche, mit ihr eins zu sein. Dieses Gefühl möchte ich den Zuhörern vermitteln. Es ist eine Reise von innen nach außen und die Gitarre verleiht mir die Stimme dazu.

nwz:

Worauf können sich die Zuhörer in der Jahnhalle freuen, wenn Sie mit Ihrer Band of Sky auftreten?

roth:

Klassische Stücke spielen wir nicht. Bei unserem relativ langen Programm präsentieren wir eigene Kompositionen, Songs meiner ehemaligen Band Electric Sun sowie Scorpions-Klassiker. Zwei neue Lieder der CD „Under a dark sky“, die wir zurzeit einspielen, stellen wir gleichfalls vor. Und natürlich Stücke von Jimi Hendrix. Ich habe eine gute Band, die erkennt, was ich auf der Bühne ausdrücken möchte.

nwz:

Wie passt Michael Ehré da hinein?

roth:

Absolut perfekt. Ich war gleich von seinem Spiel begeistert. Michael Ehré ist nicht nur hochmusikalisch sondern auch sehr talentiert. Er ist diszipliniert, schaut voraus und erkennt bei Improvisationen, wohin die Reise geht. So ein großes Talent habe ich bislang bei kaum einem Drummer erlebt. Er ist flexibel, spielt leise und dann wieder dynamisch – das können nicht viele und kommt meinem klassischen Empfinden sehr nahe. Mit seiner professionellen Einstellung wird er es in der Musikszene noch weit bringen. Davon bin ich überzeugt.

nwz:

Als Gitarrist der Scorpions haben Sie sich einen Namen gemacht. Warum trennten Sie sich von der Band?

roth:

Wir sind nicht im Groll auseinander gegangen. Künstlerische Gründe gaben den Ausschlag. Ich war nicht mehr mit der Richtung der Texte einverstanden, wollte in ein anderes Studio wechseln, fühlte mich einfach unwohl. Die Zeit war für mich gekommen, auf Entdeckungsreise zu gehen.

Mitbegründer der hardrockband scorpions

Nicht nur den Fans

der Scorpions ist der Name Uli Jon Roth ein Begriff. Der gebürtige Düsseldorfer, Jahrgang 1954, ist Gründungsmitglied der Hardrocker aus Hannover. Er gastiert nun am Mitwoch, 29. November, in der Jahnhalle. Beginn ist um 20 Uhr. Den Auftritt hat Michael Ehré in die Wege geleitet, der seit 2005 mit Uli Jon Roth tourt. Mit dabei ist auch der Bassist Francis Buchholtz, der bis zum Klasiker „Wind of Change“ den Scorpions angehörte.

Karten für das Konzert

gibt es bei Nordenham Marketing & Touristik unter 93 640.
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