Brake - Die beiden Krankenhäuser in der Wesermarsch sind – unabhängig von der künftigen Versorgungsstruktur im Landkreis – stark daran interessiert, Lehrkrankenhäuser für die European Medical School (EMS) in Oldenburg zu werden. Das bekräftigten Dr. Hagen Behnke, Chefarzt für Anästhesiologie, Intensiv- und Schmerztherapie an der Wesermarsch-Klinik Nordenham, und Birgit Töben, Pflegedienstleiterin des St.-Bernhard-Hospitals in Brake, in einem Gespräch mit dem parteilosen Landratskandidaten Thomas Brückmann über die ärztliche Versorgung. An dem Gespräch nahm auch Dr. Josef Lange, Dekan der EMS, teil; er begrüßte das Interesse beider Krankenhäuser an einer Kooperation sehr. Im Bereich Allgemeinmedizin würden derzeit die Voraussetzungen erarbeitet, die an ein künftiges Lehrkrankenhaus gestellt werden, sagte Lange. Für das praktische Jahr der künftigen Mediziner suche die EMS gleichzeitig in der Region noch nach Stellen.
Zurückhaltend reagierten die Gesprächsteilnehmer auf Brückmanns’ Vorschlag einer Stiftungsprofessur für Palliativmedizin. Dieser Ausbildungszweig werde aufgrund des demografischen Wandels zwar immer wichtiger, stünde aufgrund der komplexen Anforderungen aber nicht an erster Stelle der Medizinerausbildung.
