Lemwerder - Wer auf der Suche nach dem Besonderen war, der kam auf dem 14. HandWerker-Markt in der Lemwerderaner Begegnungsstätte voll auf seine Kosten. Den beiden Organisatoren Karin Westphal und Günter Nowotny war es wiederum gelungen, viele neue Aussteller mit ganz unterschiedlichen Gewerken in die Wesermarsch zu locken. Manch einem konnte bei der Arbeit sogar über die Schulter geschaut werden.
Beim Malen zuschauen konnte man Traute Bode allerdings nicht, denn ihre Gemälde waren zum größten Teil bereits gerahmt. Dafür genoss es die Bremerin ausgiebig, mit den Besuchern über ihre Werke zu philosophieren. Viel konnte die studierte Künstlerin über Farben, Harmonien und Motive erzählen.
Ostfriesische Kühe, Muscheln, Segelschiffe, aber auch Ginkgoblätter oder traditionelle Muster der Blaufärberei haben es Luise Brücker und Irene Janßen angetan. Mit handgeschnitzten Holzmodeln und waschechter Farbe bedruckte Handtücher, Decken und sogar Blusen boten die beiden Frauen an. Im nächsten Monat soll es nach Österreich zu einer Blaufärbermesse gehen, um Ausschau nach neuen Druckvorlagen zu halten, erzählten sie begeistert von ihrem Hobby.
Mit wasserspuckenden Fischen empfing Frank Sostmann die Besucher vor dem Eingang der Begegnungsstätte. „Gutes Werkzeug ist die Voraussetzung zum Bauen. Aber auch damit geht manchmal etwas kaputt“, verriet der Rasteder, der aus Weser- oder Rheinkieseln unterschiedlicher Größe seine Fische gesägt hatte und zum ersten Mal teilnahm.
Weitaus weniger rustikal war die Handwerkskunst, die Brigitte Menk und ihre Freundin Angela Steffens präsentierten. Die Putzmacherei habe sie vor 45 Jahren gelernt. Jetzt sei es nur noch Hobby. Bis zu zehn Stunden könne es – je nach Aufwand – dauern, bis so ein Hut fertig sei, erklärte Brigitte Menk. Und mit Perlen, Tüll oder auch einfach ganz schlicht würden sich die Hüte der beiden Oldenburgerinnen für fast alle festlichen Gelegenheiten eignen. „Wir sind Sammlerinnen. Inspirieren lassen wir uns gerne von der englischen Königin“, verrieten sie schmunzelnd.
Kunstvoll bemalte Ostereier aller Größen, Kräutertees, rustikale Gartenmöbel, Schmuck, Taschen, Gefilztes oder Gedrechseltes gab es zu bestaunen. Für entspannte Stimmung während des Bummels sorgte Daniela Scheglow mit ihrer Gitarre, die von der Galerie aus einen guten Blick auf das Geschehen im Saal hatte. Mal klassisch, mal mit englischen Folksongs oder etwas feuriger mit spanischen Klängen versüßte die Achimerin den Besuchern den Nachmittag. Von den Besuchern gab es nur Lob für die tolle „Markt-Mischung“.
