Falkenburg - Sanfte Jazzklänge wehten über das weitläufige Gelände, aus dem großen Speisesaal tönten Stimmengewirr und Gelächter: Am Sonntag feierte der Diakoniekonvent Lutherstift sein alljährliches Konventfest in Falkenburg. Eigens dafür hatten die Organisatoren alle Gebäude der ehemaligen Bildungseinrichtung von der Landeskirche angemietet, zwischen Amtshaus, Gästehaus und der Scheune waren diverse Treffpunkte aufgebaut.

„Wir feiern jedes Jahr am ersten Sonntag nach Pfingsten unser Konventfest“, erklärte die Konventsälteste Ingeborg Willemsen. Jedes Mal seien andere Schwerpunkte und Veranstaltungen geplant. In diesem Jahr stand die Kreativität der rund 170 Konventsmitglieder im Vordergrund, das Motto dazu lautete „Diakoniekonventkunterbunt“.

„Wir haben alle Brüder und Schwestern gebeten zu zeigen, was sie können“, so Konventsratmitglied Waltraud Seltz. Nach dem Eröffnungsgottesdienst hatte jeder die Möglichkeit, an verschiedenen Workshops teilzunehmen, sich zu unterhalten oder zu musizieren. Unter anderem hatten einige Mitglieder Instrumente mitgebracht und spielten gemeinsam mit dem Ganderkeseer Posaunenchor einige Lieder. Im Wirtschaftshof stellten sich die Rotenburger Werke vor und boten eine Spielkiste und Filzen an. Auch die Norle, die ab 1. Juli das Gelände übernimmt, war mit einem Infostand vertreten.

In der Remise war die Künstlerin Ulrike Schink gemeinsam mit Konventsgeschwistern am Werkeln. Im Laufe des Tages entstanden dort mehrere buntbemalte Fahnen, die später den Eingang des Gästehauses zieren sollen. „Die Fahnen sollen ein Willkommensgruß sein“, erklärte Schink. „Einer fängt an zu malen, der nächste nimmt die Spur dann auf.“

Für Willemsen und Seltz war eines noch ganz wichtig: Der Konvent Lutherstift bestehe weiterhin und habe nichts mit der Schließung der gleichnamigen Bildungseinrichtung zu tun. Die Konventsgeschwister vor Ort organisieren beispielsweise die Gottesdienste in der Kapelle. „Wir sind hier keine Insel, es gibt uns!“, so Seltz.